Assia Djebar

Frau ohne Begräbnis

Roman
Aus dem Französischen von Beate Thill
»Diese außergewöhnliche und tragische Geschichte ist einer von Djebars schönsten Romanen. Mit dem ihr eigenen Talent beschreibt sie Zoulikha als Mutter, Geliebte, Freundin und Kämpferin. Ein Roman von ungeheurer Intensität.« Liberté, Algier
 Hardcover
€ 17.90, FR 32.00, €[A] 18.40
Broschiert
In anderer Ausgabe lieferbar
224 Seiten
ISBN 978-3-293-00308-8
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Die »Frau ohne Begräbnis«, das ist Zoulikha, die einst Wand an Wand mit Assia Djebars Familie wohnte. In aller Stille knüpfte sie unter den Frauen der Stadt ein Netz des Widerstands gegen die französische Herrschaft, floh 1957 in die Berge, wurde von der Kolonialarmee gefasst und verschwand spurlos.

Diese außergewöhnliche, freimütige, lebenslustige und gebildete Frau ist in ihrer sprühenden Lebenskraft gegenwärtig geblieben bei allen, die um sie waren. Ihre beiden Töchter, Madame Lionne, die Wahrsagerin, Nachbarinnen und Weggefährten lassen sie mit ihren Stimmen wieder aufleben, gewinnen dadurch selbst neue Kraft und treten aus dem Schatten. Und die Erzählerin selbst - sie findet endlich den Mut, sich dieser Gestalt zu nähern und den Raum ihrer Kindheit wieder zu entdecken.

Mehr über dieses Buch

Die Idee für dieses Buch entstand 1970 bei der Recherche für den ersten Dokumentarfilm, als die Autorin und Filmemacherin die Kinder der Nationalheldin Zoulikha interviewte. 1981 begann Assia Djebar mit der Niederschrift, legte das Manuskript jedoch nach vierzig Seiten wieder weg. »Später fragte ich mich, warum ich sie völlig vergessen hatte, diese außergewöhnliche Frau, über die ich so viel wusste. Damals glaubte ich wohl, es bringe uns in Algerien nicht weiter, über eine tote Heldin zu schreiben. Aber natürlich, inzwischen ist bei uns soviel Schreckliches geschehen … und ich machte mich sofort ans Schreiben, als ich völlig überraschend das alte Manuskript wieder fand.«

Nach zwanzig Jahren hat sie den Roman nun vollendet. Tragisches Detail: Sie arbeitete in ihrem New Yorker Apartment fieberhaft am Abschluss des Textes, druckte ihn spät nachts endlich zum ersten Mal aus – und am nächsten Morgen waren so viele Tote unter den Twin Towers begraben.

Es wird das Leben von Zoulikha Oudai beschrieben. Sie wuchs als Bauernkind auf, arbeitete als Französischlehrerin, war dreimal verheiratet und hatte vier Kinder. 1957 beschloss sie, im Kampf gegen die Kolonialmacht Frankreich zu den Waffen zu greifen. Sie verließ ihre Familie und lebte in den Bergen zusammen mit anderen Guerillakämpfern. Zwei Jahre später wurde sie von französischen Soldaten gefangen genommen und ermordet. Es gab nie ein offizielles Begräbnis.

Mit der bewegenden Geschichte von Zoulikha beschreibt Djebar gleichzeitig das Schicksal einer ganzen Generation während des Unabhängigkeitskrieges in Algerien. Während die Mütter in den Widerstand gingen, blieben die Töchter alleine zurück. Djebar versteht es, die historischen Fakten durch Fiktion zu ergänzen. Sie selbst sagt dazu: »Früher schrieb ich mit einer gewissen Distanz. Heute behandle ich dieselben Themen, indem ich viel freier zwischen Fakten und Inspiration oszilliere.«

»Während ihrer beiden ersten Ehen ging Zoulikha frei auf die Straße, wie eine Französin. Weil sie aber in der dritten Ehe in eine sehr traditionelle Stadt kam, trug sie den Schleier, aber es störte sie nicht, denn sie liebte ihren Mann. Der Schleier bekommt nun also einen Sinn, der von den gängigen Vorstellungen hierzulande abweicht – es gibt eben keine absoluten Wahrheiten. Die Wirklichkeit ist immer vielfältig.«

»In gewisser Weise ist dieses Buch ein Protest, weil die Historiker so viel Arbeit versäumt haben. Es läge ja eigentlich an ihnen, nicht an den Schriftstellern. Es gibt einen dringenden Bedarf an Geschichtsschreibung über Frauen in Algerien und in den meisten islamischen Ländern. In meinem Land zum Beispiel glaubt man, dass es emanzipierte Frauen erst seit dreißig, vierzig Jahren gibt, also seit der Unabhängigkeit. Und dann stellt man fest, dass es schon in den Zwanzigerjahren Pionierinnen wie Zoulikha gab.Die Aufgabe des Schriftstellers ist es ja nur, den Schattengestalten Leben zu verleihen, Vertrautheit, Nähe. Im Grunde habe ich mich mit diesem Buch von einer inneren Schuld freigeschrieben.«

Stimmen

»Der Roman ist eine Empfehlung für alle, die sich auf einen Dialog mit Zoulikha einlassen wollen – mit einer starken Frau und einer Zeit, die viel von den Menschen verlangt hat – auf einen Dialog, der nahe geht.«

Jochen Marmit, Saarländischer Rundfunk, Saarbrücken

»Leicht, fast schwebend kommen die Worte daher, denen sich die algerische Schriftstellerin und Historikerin Assia Djebar bedient, um diese Geschichte zu erzählen – um so bestaunenswerter, als dass es sich um ein solch gewichtiges Thema handelt.«

Marko Scharlow, Pois! Das Portugal-Magazin, Silves

»Assia Djebar bestätigt auch mit diesem Buch ihre Ausnahmestellung und ihr großes literarisches Können.«

Ida Hoser, Bücherschau, Wien

»Ein Buch auf der Grenze zwischen Roman und Dokumentation, das eine hierzulande unbekannte Zeit näher bringt.«

Antje Schrupp, Frauen Unterwegs, Frankfurt

»Die abenteuerliche Geschichte Zoulikhas verschmilzt mit der Kindheit ihrer Töchter, verbindet sich mit den Erinnerungen einer Wahrsagerin und Mitkämpferin, die mit Stolz über die gefährlichen Aktivitäten eines von Zoulikha ins Leben gerufenen geheimen Frauennetzwerkes erzählt. Dieses eindrucksvolle Tonstück schwebt über den historischen und politischen Ereignissen in Algerien. Wie in ihren anderen Büchern bettet die unbestechliche Chronistin ihres Landes individuelle Schicksale in die kollektive Geschichte ein, verflicht berichtende Überlieferungen mit Eindrücken aktuellen Geschehens.«

Fahimeh Farsaie, Freitag - Die Ost-West-Wochenzeitung, Berlin

»Dies polyphone Werk ist nicht nur eine Hommage an Zoulikha, deren Schicksal exemplarisch für das vieler anderer vergessener Heldinnen des algerischen Befreiungskrieges steht, es erinnert auch an jene, die ihr selbstlos halfen und dadurch sich und ihre Angehörigen in Gefahr brachten. Imaginäre Gespräche oder fiktive Monologe mindern nicht den authentischen Charakter dieser Rettung verpflichtender Traditionen, lassen vielmehr die Figur Zoulikha hervortreten ›als eine zentrale Gestalt eines breit angelegten Gemäldes von Frauen – nach dem Vorbild der antiken Mosaiken von Caesarea‹.«

Renate Wiggershaus, Frankfurter Rundschau

»Assia Djebar webt ein poetisches Netz aus den Wahrnehmungen von vier Frauen, die sich teils überlappen und widersprechen. Der Roman ist keineswegs bloße Nacherzählung der Tatsachen, sondern höchst komplex gebaut. Die wechselnden Zeuginnen kommunizieren – miteinander. Orientalische Erzählfreude mischt sich mit moderner Psychologie, Realismus mit Fantastik. Der Roman wurde von Beate Thill sehr einfühlsam aus dem Französischen übersetzt.«

Una Pfau, Stuttgarter Zeitung

»Ein atmosphärisch dichtes, intensives Buch zum Thema Befreiung der Frauen, Widerstand und Zivilcourage.«

Rundbrief Verband Ev. Büchereien in Hessen und Nassau, Darmstadt

»Voll Poesie und Rhythmus, eindringlich und kraftvoll, doch nicht zum schnellen Weglesen – ein intensives literarisches Werk.«

Elisabeth Mair-Gummermann, EKZ-Informationsdienst, Reutlingen

»Dieses verflochtene, mehrstimmige und nahezu distanzlose Erzählen nimmt den Schilderungen das Heldenhafte. ›Frau ohne Begräbnis‹ ist ein Buch über Trauer. Und über Erinnerung. Abstand zum Heldenroman schafft Djebar auch mit einem Erzählen, das viel mehr nach innen schaut, als die äußere Welt realistisch abzubilden.«

Heinz Hug, Neue Zürcher Zeitung

»Der Autorin gelingt es, dass sich ihr die beiden Töchter und einige Freundinnen der Toten öffnen. Steinchen um Steinchen entsteht das Mosaik einer Zeit, in der es in Algerien fast keine Familie gab, die nicht einen Sohn unter den Kämpfern gegen die französischen Kolonialherren hatte. Dieses Buch einer Frau über Mut und Leidensfähigkeit von Frauen ist in einer poetisch-tastenden Sprache geschrieben, als ob die Frauen selbst staunten, dass sich ihr Leid in Worte fassen lässt.«

Sylvia M. Patsch, Die Furche, Wien

»Das Zwiegespräch mit der Toten stärkt die Lebenden, hilft Ihnen gegen Fremdbestimmung zu kämpfen. Ein Buch, das tief berührt.«

Gabriele Reifinger, Bibliotheksnachrichten, Salzburg

»Ein wunderbares Buch auf hohem literarischen Niveau, das in der Handlung immer wieder zwischen der Gegenwart der Erzählerin und der Vergangenheit hin und her springt.«

Maria Haasis, Escape, Hamburg

»Djebars jüngster Roman nähert sich der Kämpferin Zoulikha, der ›Heldin von Caesarea‹, in einem kunstvoll gestrickten Chor von Stimmen, der nach und nach die Erinnerungen an eine außergewöhnliche Frau aufscheinen lässt. Die Erzählerin ist hier nur die ›Besucherin‹, die ›Fremde‹, die doch selbst Teil einer Geschichte ist, in der die Bomben in der Hauptstadt Algier das entfernt-gegenwärtige Echo der algerischen und der Kolonialgeschichte sind.«

Markus Zinsmaier, Die Zeit, Hamburg

»Assia Djebar hat einen Roman voller Poesie komponiert, beinahe im Rhythmus eines Gesangs. Aber in fast jeder Strophe dieses literarischen Gesangs lauert der Tod.«

Cornelia Rabitz, Deutsche Welle, Köln

»Vielleicht, um Distanz zu gewinnen, betrachtet sich die dokumentarische Erzählerin von außen, als ›Fremde‹, ›Besucherin‹, ›Geladene‹ – Selbstbeschreibungen, in denen auch Scham mitschwingt: darüber, dass so viel Zeit verstrichen ist, bis sich die Autorin an ein Thema wagt, das ihr ganz offensichtlich selbst schmerzliche Erinnerungen und Trauer über die heutige Unfreiheit bereitet.«

Christine Diller, Münchner Merkur

»Der Roman ›Frau ohne Begräbnis‹ lebt nicht allein von der Zartheit der Sprache. Die komplexe Struktur verschiedener Zeitebenen, sie reichen von der Gegenwart über die 80er Jahre, als die Erzählerin eine filmische Annäherung an Zoulikha unternahm, bis hin zu den Jahren des nationalen Befreiungskampfes sowie die mannigfachen Erzählstränge münden in einer selten anzutreffenden kompositorischen Einheit. Sie erzeugt beim Leser das Gefühl, einem klaren und in seiner Einfachheit vollendeten Text zu folgen, über dem der Geist einer antiken Heldin schwebt.«

Janko Kozmus, Marabout.de, Berlin

»In einer Polyfonie weiblicher Stimmen, in der Fakten und Fiktion ineinander greifen, beschreibt Assia Djebars bewegender Roman nicht nur das Schicksal einer Nationalheldin und deren Familie, sondern das einer ganzen Generation während des Unabhängigkeitskrieges.«

Sven Boedecker, SonntagsZeitung, Zürich

»Djebar versteht es, eine Geschichte sanft, vielschichtig und ohne bleierne Melancholie zu erzählen, die in der Realität des Krieges gewiss eine blutige und harte war. Ein Roman von ansteckender Bewunderung für eine Frau, die – auch ohne Grabmal – weiterlebt.«

Susanne Donner, RaumK, Karlsruhe

»Ein beeindruckender Roman von außergewöhnlicher Sprachlust und Wortgewandtheit.«

Markus Kilp, FRAP - Freies Radio Paderborn

»So ist es auch ein Stück Vergangenheitsbewältigung, wenn sie die Berichte ihrer Gesprächspartnerinnen gleich in romanhafte Erzählungen kleidet, mit aller realistischen Dramatik und gar nicht knochentrocken und sachlich, wie es andere Autorinnen ohne diesen persönlichen Kontext vielleicht gelöst hätten.«

Angela Heissenberger, WeiberDiwan, Wien

»Zoulikha bewegte sich stolz und ohne Kopftuch durch die Straßen. Doch Algeriens bekannteste Freiheitskämpferin gegen die Kolonialherren bezahlte ihren Mut teuer: 1957 wurde sie von den Franzosen gefoltert und getötet. Assia Djebar verquickt Realität und Fantasie zu einer schlichten und doch poetischen Geschichte über das Leben der Nationalheldin.«

Stephan Draf, Stern, Hamburg

»Am Ende ihrer Recherchen, Gespräche und Reflexionen verblasst für Assia Djebar das Bild der Freiheitskämpferin Zoulikha: ›Aber ihre Stimme bleibt als lebender Hauch.‹ Eine Quelle der Inspiration für die Schriftstellerin, aber auch für die Frauen Algeriens.«

Susanne Schanda, Berner Zeitung

»Zoulikha ersteht neu, in Form einer Dokumentation und doch als Legende. Sie erhält von der Schriftstellerin eine eigene, überzeugende Stimme, die in vier Monologen zu hören ist. Eine frische, kraftvolle Stimme.«

Barbara Frischmuth, Die Presse, Wien

»Assia Djebar nähert sich über Umwege und Mäander den Schatten der Vergangenheit, verknüpft virtuos verschiedene Erzählebenen, -medien und -perspektiven und macht mit ihrer sinnlichen, farbigen und musikalischen Sprache Zoulikha wieder lebendig.«

Rheinischer Merkur, Bonn

»Assia Djebar inszeniert ein Oratorium weiblicher Stimmen, das Fakten und Fiktion, historisches Dokument und subjektive Erinnerung miteinander verwebt. Zoulikha selbst führt in bilderreicher und wohlrhythmisierter Sprache Monologe voller Sinneslust und Sehnsucht, Auflehnung und Trauer. Klagelieder bringen die menschlichen Kosten des Befreiungskampfes zur Sprache – und die beklemmende Gegenwart eines Landes, das immer noch heillos verstrickt ist in der Agonie nicht endender Gewalt.Ein beeindruckendes Beispiel für Sprachlust und Wortmacht dieser Grande Dame der algerischen Literatur.«

Holger Schlodder, NDR Kultur

»Dank der geglückten Verbindung von fiktionaler und dokumentarischer Annäherung aufersteht das außergewöhnliche Leben Zoulikas vor unseren Augen. Der Roman feiert Zoulikhas Freiheit auf dem Hintergrund der Bauern und Pächter, des Patriarchats, der sozialen Missstände und beschreibt Zoulikhas Engagement, das Risiko, das sie auf sich nimmt, die schmerzliche Trennung von den Kindern. Die drei Monologe, die Djebar ihr widmet, rhythmisieren die Erzählung, die auch ein Gesang über die Schönheit des Landes, über Kindheitserinnerungen und die Solidarität unter Frauen ist. Die Autorin findet hier die Lyrik und Energie wieder, die auch ›Die Frauen von Algier‹ durchziehen.«

Alain Guénette, Le Temps, Genève

»Das Schicksal einer Heldin ohne Waffen, die sich weder vom Schleier noch von Drohungen einschüchtern liess. Assia Djebar wirkt mit ihrem berührenden Buch dem Vergessen entgegen.«

Sacha Verna, Annabelle, Zürich

»Assia Djebar beschreibt, wie dumpf und verschlafen die kleinen algerischen Wüstennester und ihre Menschen sein können. Mit dem (schmerzlichen) Akt des Erinnerns befreien sich die Frauen selbst aus ihrer Lethargie.«

Prisma - Wochenmagazin, Köln

»Assia Djebar ist die vielbeschworene Scheherezade, die Vergangenes heraufbeschwört, doch nicht um es loszuwerden und so zu >töten<. Dieses ununterbrochene Sprechen >von der allgegenwärtigen Vergangenheit< geht über bloßes Gedenken hinaus, es ist >Balsam< und Auflehnung zugleich. Jede der Frauen, von denen sie erzählt, bereichert die Meditation mit ihrer eigenen Stimme.«

Regina Karachouli, Sächsische Zeitung, Dresden

»Die Autorin selbst wohnte einst Wand an Wand mit der Familie der Heldin in Cherchell, bevor sie Algerien verließ. Ihr bewegender Roman bringt Licht in das Dunkel um die komplexe Figur Zoulikhas und setzt ihr, der kein Grabmal vergönnt war, wenigstens ein literarisches Denkmal.«

Jeanette Hoch, Nürnberger Nachrichten

»Der Roman besticht durch die kunstvolle Technik, mit der Assia Djebar die verschiedenen Aussagen verwebt, die elegant variierende Erzählform lässt ihre Zeuginnen mal in der Ich-Form sprechen, wechselt dann in einen Bericht, oder das Erfahrene wird im Nachhinein von der recherchierenden Besucherin rekonstruiert.«

Fridolin Furger, Der Bund, Bern

»Von vielen Stimmen eingeleitet, stellt sich dieses Oratorium in dreizehn Sätzen dar. Die abenteuerliche Geschichte Zoulikhas verschmilzt mit der Kindheit ihrer Töchter, verbindet sich mit den entrissenen Erinnerungen einer Wahrsagerin und Mitkämpferin, die mit Stolz über die gefährlichen Aktivitäten eines von Zoulikha ins Leben gerufenen geheimen Frauennetzwerkes erzählt.«

Fahimeh Farsaie, Zeitschrift für Kulturaustausch, Berlin

»Das Spannende an >Frau ohne Begräbnis< ist, wie Assia Djebar sich Zoulikha und ihrem Verbleib nähert. Sie lässt ihre Leserinnen und Leser teilhaben an jeder Facette ihrer Spurensuche, und auch daran, wie sich Zoulikhas Geschichte rekonstruieren läßt.«

Walter Kuhl, Radio Darmstadt, Radiowecker

»Assia Djebar beschreibt nicht nur die Geschichte der historischen Partisanin Zoulikha, sondern gleichzeitig auch das Schicksal einer ganzen Generation während des algerischen Unabhängigkeitskrieges.«

Nina Horaczek, Falter, Beilage zu Nr. 12/03: Bücherfrühling, Wien

»>Frau ohne Begräbnis< ist das persönlichste Buch, das Assia Djebar bisher geschrieben hat. Es steckt voller Wärme und Sympathie, aber auch voller klarer Analysen des Erinnerns, Vergessens und Verdrängens.«

Volker Michael, Deutschlandradio Berlin

»Dieses polyphone Werk ist nicht nur eine Hommage an Zoulikha, deren Schicksal exemplarisch für das vieler anderer, vergessener Widerstandskämpferinnen des algerischen Befreiungskriegs steht, es erinnert auch an jene, die ihr selbstlos halfen und dadurch sich und ihre Angehörigen in Gefahr brachten. Darüber hinaus ist es eine Huldigung an Caesarea, die einstige Römerstadt mit ihren alten Toren in der von den Franzosen zerstörten Stadtmauer, mit ihrer Arena und ihrem Amphitheater, dem tausendjährigen Leuchtturm und dem von Obsthängen und Wäldern geprägten gebirgigen Hinterland.«

Rosmarie Altenhofer, Hessischer Rundfunk
 

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(Übersetzung)

Andere Werke von Assia Djebar

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»Dies ist eines von Djebars bewegendsten Büchern. Man muss es wieder und wieder lesen, lange hallt es nach.« Le Monde
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»Ob sie jung sind oder alt, zur Arbeit oder in die Schule gehen, ins Krankenhaus oder ins Büro oder zum Markt - sie gehen mit einem Stein auf dem Herzen.« Assia Djebars jüngstes Werk wendet sich wieder Algerien zu und den Brücken, die durch die Lebensgeschichten zwischen Europa und Nordafrika geschlagen werden.
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»Kein Zweifel: der Erstling einer großen Autorin.« Stefanie Christmann, Freitag
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»Ungestüm kommt er daher, dieser frühe Roman von Assia Djebar.«
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»An alle meine Wände heftete ich die Skizzen zu meinem Roman, und zur gleichen Zeit zerbarst mein Land. Und so habe ich auf meine Weise das Land wieder auferstehen lassen.« Assia Djebar
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Weiss ist die Farbe der Städte Algeriens, der traditionellen Tücher, die Farbe der Trauer und der Erinnerung.
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»Man legt das Buch mit Betroffenheit aus der Hand.« Main-Post

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»Ich möchte vor der eigenen Tür kehren.« Abdelwahab Meddeb
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Bibliografie

Originaltitel: La femme sans sépulture (2002)
Originalsprache: Französisch
Erstauflage: 15.2.2003
Auflage: 1