Assia Djebar

Nächte in Straßburg

Roman
Aus dem Französischen von Beate Thill
»Die Liebe als letzte Festung gegen die Gewalt.« Dernière Nouvelles D’Alsace
 Taschenbuch
€ 9.90, FR 17.90, €[A] 10.20
Broschiert
Vergriffen. Keine Neuausgabe
UT 220
272 Seiten
ISBN 978-3-293-20220-7
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Thelja fährt nach Straßburg, um neun Nächte mit François zu verbringen. Neun Liebesnächte voll sinnlicher Trunkenheit, aber auch geteilter Erinnerungen. In den frühen Morgenstunden flaniert sie durch die Gassen und an den Ufern entlang, wo der Nebel sich langsam lichtet. Stets ist das Straßburger Münster im Zentrumihrer Gedanken, ihrer Spaziergänge, während sie in die Geschichte dieser Stadt und ihrer Menschen eintaucht. Unter der Oberfläche erkennt sie beklemmende Schatten der Vergangenheit. Sogar in den lustvollen Studen der Leidenschaft können sie aufbrechen wie schlecht verheilte Wunden.

Stimmen

»Assia Djebar vermag über Liebe zu schreiben, wie das wohl selten gelingt – in deutscher Sprache wohl überhaupt nicht. Mit einer Freiheit, die für alles, was sich zwischen Liebenden ereignet, Worte hat.«

Ursula Püschel, Neues Deutschland

»Die Geschichte der Stadt und der Identitäten der in ihr lebenden Menschen verschmelzen zu Literatur.«

Volker Michael, Frankfurter Rundschau

»Diese wunderbaren Zeugnisse der Sinnlichkeit, die ihresgleichen in der zeitgenössischen Literatur suchen, schreibt Assia Djebar mit leichter Hand – hemmungslos, selbstbewusst und sehnsüchtig. Die Kunst des Liebens bedeutet für sie Erkenntnis und Geheimnis zugleich.«

Christiane Falksohn, Saarländischer Rundfunk

»Nein, in Paris, der Welthauptstadt der Liebe, könnte dieser Liebesroman nicht spielen. Er passt nirgendwo anders hin als in die Hauptstadt des Elsass, wo Frankreich und Deutschland zur freiheitlich-multikulturellen Synthese finden.«

Klaus-Peter Walter, Die Welt

»Leise-melancholisch klingen sie aus, die Straßburger Nächte. Der Grundton jedoch ist von Zuversicht getragen, ein behutsames, unpathetisches Bekenntnis zur Völkerverständigung. Ein Buch für Nachdenkliche.«

Edith Hansen, Deutsche Welle

»Am meisten verblüfft hat mich, muss ich gestehen, die virtuose Darstellung der Sexualität. Der Autorin gelingen außerordentlich erotische (nicht pornografische) und sinnliche Beschreibungen der Liebe, der Lust und Sinnlichkeit, die zwischen zwei Menschen möglich sind.«

Christian Ruf, Dresdner Neueste Nachrichten

»Assia Djebar kann ihre Romanfiguren sehr erotische, sinnliche Ereignisse erleben lassen und sie gleichzeitig an ihrem persönlichen und gesellschaftlichen Gedächtnis leiden lassen.«

Volker Michael, Info Radio Berlin

»Es ist ja gerade eine Stärke der Erzählerin Assia Djebar, in der vergangenen, ja vergrabenen Geschichte für uns Heutige Bedenkens- und Nachahmenswertes aufzuspüren.«

Sigrid Brinkmann, NDR3

»Djebar gelingt es trotz weitläufiger Figurenkonstellation, die Geschichten stimmig miteinander zu verknüpfen. In allen spielt sie die Möglichkeit der Kulturbegegnung durch – und das ist auch eine Frage der Sprache, gerade in intimsten Bereichen. ›Nächte in Straßburg‹ liest sich wie ein interkulturelles Experiment.«

Heinz Hug, Neue Zürcher Zeitung
 

Dies ist ein Liebling aus 40 Jahren

Weil... sich hier große Weltgeschichte in kleinen Schicksalen verdichtet, wo man es nicht erwartet, mitten in Europa, im kleinen Elsass, immer wieder zerrieben zwischen Großmächten, gelitten, geschunden. Und noch darüber hinaus: von der blutigen algerischen Unabhängigkeit bis hin zum Indochinakrieg, alles in neun Liebesnächten.

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Porträt
(Übersetzung)

Andere Werke von Assia Djebar

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»Dies ist eines von Djebars bewegendsten Büchern. Man muss es wieder und wieder lesen, lange hallt es nach.« Le Monde
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»Diese außergewöhnliche und tragische Geschichte ist einer von Djebars schönsten Romanen. Mit dem ihr eigenen Talent beschreibt sie Zoulikha als Mutter, Geliebte, Freundin und Kämpferin. Ein Roman von ungeheurer Intensität.« Liberté, Algier
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»Ob sie jung sind oder alt, zur Arbeit oder in die Schule gehen, ins Krankenhaus oder ins Büro oder zum Markt - sie gehen mit einem Stein auf dem Herzen.« Assia Djebars jüngstes Werk wendet sich wieder Algerien zu und den Brücken, die durch die Lebensgeschichten zwischen Europa und Nordafrika geschlagen werden.
Cover
»Kein Zweifel: der Erstling einer großen Autorin.« Stefanie Christmann, Freitag
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»Ungestüm kommt er daher, dieser frühe Roman von Assia Djebar.«
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»An alle meine Wände heftete ich die Skizzen zu meinem Roman, und zur gleichen Zeit zerbarst mein Land. Und so habe ich auf meine Weise das Land wieder auferstehen lassen.« Assia Djebar
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Weiss ist die Farbe der Städte Algeriens, der traditionellen Tücher, die Farbe der Trauer und der Erinnerung.
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Bibliografie

Originaltitel: Les Nuits de Strasbourg (Arles, 1997)
Originalsprache: Französisch
Erstauflage: 31.1.2002
Auflage: 1