Assia Djebar

Durst

Roman
Aus dem Französischen von Rudolf Kimmig
Mit einem Nachwort von Clarisse Zimra
»Kein Zweifel: der Erstling einer großen Autorin.« Stefanie Christmann, Freitag
 Hardcover
€ 14.00, FR 24.50, €[A] 14.30
Broschiert
In anderer Ausgabe lieferbar
160 Seiten
ISBN 978-3-293-00279-1
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»An einem milden Frühlingstag des Jahres 1957 nahm eine junge Algerierin, sie war noch keine einundzwanzig, in Paris ein Taxi zu Julliard, dem bekannten Verlag, der gerade ihren ersten Roman Durst angenommen hatte. Der Vertrag, den sie unterzeichnen sollte, war im Grunde wertlos, weil sie noch nicht volljährig war. Sie machte sich Sorgen, wie ihre Familie wohl auf ein Buch reagieren würde, in dem von Erotik die Rede war und das sie zu einer Zeit geschrieben hatte, als sie eigentlich für ihre Examen hätte lernen müssen. Sie beschloss impulsiv, ihre Haare abzuschneiden, ihr Geburtsdatum zu verändern und ein Pseudonym zu verwenden: Assia Djebar.« Aus dem Nachwort von Clarisse Zimra.

Stimmen

»›Durst‹, dieser kurze Roman über einen heißen algerischen Sommer und einen Kampf voll glühender Eifersucht und kalt-präzisem strategischen Denken hat Dichte.«

Stefanie Christmann, Freitag

»Eine vielschichtige exotische Liebes- und Adoleszenzgeschichte.«

Heidi Bühler-Naef, Schweizer Bibliotheksdienst

»Die Chemie der Gefühle wird hier in einer Art Laborsituation erprobt. Eine fatale, zuweilen auch komische Demonstration entfesselter Leidenschaften, bei der alle Beteiligten glauben, die Fäden der Verstrickungen in den Händen zu halten.«

Renate Wiggershaus, Neue Zürcher Zeitung

»›Durst‹ hat die Poesie der Mobilität, der einsamen Fahrten in schnellen Autos auf Küstenstraßen, die Poesie alter Farbfilme.Das Ungesagte erscheint als die große Kunst dieses Buches, eine nachreifende, jetzt erst genießbare Kunst.«

Stefan Weidner, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Raffinesse, Boshaftigkeit und Wahnsinn gehen eine Mixtur ein, die an jeder Station des Erzählverlaufs immer wieder neue Überraschungen bereit hält. ›Durst‹ ist ein Text von vibrierender Spannung.«

Beatrice Eichmann-Leutenegger, Neue Luzerner Zeitung

»Von erstaunlicher Freizügigkeit. Djebar wischt in diesem Roman unverblümt die Chiffre der ›Schwesterlichkeit‹ in einer männlich dominierten Welt hinweg.«

BuchMarkt

»Wie ein Wegweiser steht dieses Erstlingswerk bereits im literarischen Leben der jungen Autorin. Ein kleiner, eindrucksvoller Roman, unbefangen authentisch geschrieben.«

Hanno Murena, Deutsche Welle

»Eine erstaunliche Sicherheit der Figurenkonstellation.«

Sabine Kebir, Neues Deutschland

»›Durst‹ ist kein politischer Roman. Und dennoch kann er – Jahrzehnte, nachdem er geschrieben wurde – als solcher gelesen werden. Was Assia Djebar 1957 nur andeuten konnte, thematisierte sie in den Jahrzehnten darauf immer klarer und vielschichtiger.«

Walter Kuhl, Radio Darmstadt

»Ein Buch, das sowohl literarisch als auch inhaltlich fasziniert.«

Welt der Frau, Linz

»Ein präzises, fesselndes Charakter-Drama.«

Meret Schneider-Gassmann, SF2-Teletext

»Ein präzises, fesselndes Charakter-Drama.«

Meret Schneider-Gassmann, SF2-Teletext

»Ungewöhnlich kühl und präzise schildert Djebar das Innenleben eines Mädchens, das mit der Liebe spielt und zu einer Schachfigur im Psychokrieg einer tragischen Ehe wird.«

Fritz, Frankfurt

»Kein Zweifel: der Erstling einer großen Autorin.«

Stefanie Christmann, Freitag

»›Durst‹, dieser kurze Roman über einen heißen algerischen Sommer und einen Kampf voll glühender Eifersucht und kalt-präzisem strategischen Denken, hat Dichte.«

Stefanie Christmann, Freitag

»Assia Djebar macht ihre Wortgewalt zu einer Waffe, mit der sie über politische Wirren hinweg die Stimme erhebt.«

Marlis Prinzing, Greislinger Zeitung

»Bemerkenswert sind die Klarheit und die Nuancen, in denen die damals noch sehr junge Historikerin und Schriftstellerin Djebar die Situation einer liberal erzogenen Frau in patriarchal geprägten Strukturen schildert.«

Josefine Weniger, bn.bibliotheksnachrichten, Salzburg

»Eine vielschichtige exotische Liebes- und Adoleszenzgeschichte.«

Heidi Bühler-Naef, Schweizer Bibliotheksdienst

»Die äußerst sensible Analyse einer jungen Frau.«

Martina Häusler, Buchprofile

»In ihrem teilweise grell brodelnden Debütroman deutet Assia Djebar bereits alle Themen und Stilelemente an, die ihre folgenden Werke prägen sollten. Mit der hochdifferenzierten Skizzierung Nadias zwischen Freiheitsdrang und erotischer Besessenheit ist ihr schon als junger Autorin ein psychologisch höchst eindringliches Stück Literatur gelungen. Auch die Sprache weist schon auf die spätere Schnitt–Technik, das szenische Erzählen. Ein Stil so kraftvoll, direkt und unverblümt, so klar und schneidend, wie ihn mit 21 nur ein großes Schriftstellertalent besitzt.«

Dirk Fuhrig, Frankfurter Rundschau

»Ein kurzer Entwicklungsroman über die Begierde, die jugendliche Rebellion gegen das Frauwerden. ›Durst‹ besticht durch seinen frische, klare wie leidenschaftliche Sprache.«

Christine Koller, Hamburger Abendblatt

»Die knappe Erzählkapriole klingt wegen ihrer staccatoartigen Sprache wie eine Symphonie, von der man nicht ablassen möchte.«

Ulf Heise, Märkische Allgemeine

»Es bleibt die Atmosphäre sommerlicher Überhitzung, diese Getriebenheit in heißen Nächten, das ziellose Begehren; es bleibt, dass in diesem ganz und gar unpolitischen Roman eine Frau den Vorsatz fasst, nicht schwesterlich noch mütterlich, sondern unmoralisch zu leben und sich zu nehmen, was sie begehrt. Und das ist so unpolitisch wieder auch nicht, wie man es Assia Djebar damals vorgeworfen hat.«

Karl-Markus Gauss, Süddeutsche Zeitung, München  Online einsehen

»In Djebars Frühwerk sind weibliche Leidenschaften ebenso wie Boshaftigkeiten Thema. Der Stoff ist dabei dicht und ergreifend.«

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Andere Werke von Assia Djebar

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»Dies ist eines von Djebars bewegendsten Büchern. Man muss es wieder und wieder lesen, lange hallt es nach.« Le Monde
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»Diese außergewöhnliche und tragische Geschichte ist einer von Djebars schönsten Romanen. Mit dem ihr eigenen Talent beschreibt sie Zoulikha als Mutter, Geliebte, Freundin und Kämpferin. Ein Roman von ungeheurer Intensität.« Liberté, Algier
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»Ob sie jung sind oder alt, zur Arbeit oder in die Schule gehen, ins Krankenhaus oder ins Büro oder zum Markt - sie gehen mit einem Stein auf dem Herzen.« Assia Djebars jüngstes Werk wendet sich wieder Algerien zu und den Brücken, die durch die Lebensgeschichten zwischen Europa und Nordafrika geschlagen werden.
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»Ungestüm kommt er daher, dieser frühe Roman von Assia Djebar.«
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»An alle meine Wände heftete ich die Skizzen zu meinem Roman, und zur gleichen Zeit zerbarst mein Land. Und so habe ich auf meine Weise das Land wieder auferstehen lassen.« Assia Djebar
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»Man legt das Buch mit Betroffenheit aus der Hand.« Main-Post

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Bibliografie

Originaltitel: La Soif (1957)
Originalsprache: Französisch
Erstauflage: 1.1.2001
Auflage: 1