Nagib Machfus

Das Lied der Bettler

Roman
Aus dem Arabischen von Doris Kilias
»Als ich begann, Romane zu schreiben, hielt ich die europäische Form des Romans für unantastbar. Aber man wird älter und sieht die Dinge anders. Und man sucht nach einem eigenen Ton, ganz tief in sich selbst.« Nagib Machfus
 Hardcover
€ 24.00, FR 40.90, €[A] 24.70
gebunden
In anderer Ausgabe lieferbar
520 Seiten
ISBN 978-3-293-00219-7
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Die Altstadt von Kairo: Hier ist die Zeit stehengeblieben, das Viertel folgt seit jeher seinen eigenen Gesetzen. Die Betrüger und Bettler, die in den engen Gassen ihr Leben fristen, aber auch die Bediensteten, Trödler und Kneipenbesitzer stehen unter dem Schutz des Bandenkönigs und seiner Verbündeten. Ihr Urahne ist Aschur, ein Findelkind, das zu einem Mann heranwächst, stark wie das Tor eines Derwischklosters. Mit ihm steigt der Stern des Viertels, er sorgt für Ordnung, Wohlstand und Gerechtigkeit – bis er eines Tages spurlos verschwindet. Das Viertel droht in Chaos und Korruption zu versinken.

In diesem Spätwerk fabuliert Machfus so kühn wie kaum je zuvor. In einer Sprache mit fantastischen und mystischen Untertönen, die von den Gesängen der Derwische inspiriert zu sein scheint, sinnt er über Glück und Unglück, Macht und Ohnmacht nach.

Stimmen

»Mit diesem Spätwerk hat Nobelpreisträger Nagib Machfus noch einmal seine unglaubliche Sprachgewalt bewiesen. Das Lied ist ein Gleichnis über das Leben in einer uns fremden Kultur, das von Trieben, Sehnsüchte, und Eigenschaften der Menschen bestimmt wird, die überall auf der Welt gleich sind.«

Handelsblatt

»Wenn man das Buch beendet, hat man den Eindruck, eine Geschichte der Menschheit gelesen zu haben, episch, knapp und präzise. Eine Geschichte über den zyklischen Aufstieg und Zerfall der Moral und die immerwährende, hilflose Frage, wieso es das Böse gibt und wie man es ausrotten könnte.«

Waseem Hussain, Bücherpick

»Trotz der poetischen Sprache hat das Buch große politische Sprengkraft.«

Die Furche

»Machfus’ Worte treiben einen von Kapitel zu Kapitel, lassen sich fühlen, als würden sie nicht selbst gelesen, sondern vorgetragen.«

International, Wien

»Machfus beschreibt die Figuren kaum, lässt sie handeln, ruhen, fühlen und denken – und so ihr Wesen entfalten; er bildet keine Verschachtelungen, kümmert sich nicht um gekonnt fließende oder besonders sinnträchtige Zeitfolgen und Erzählübergänge, denn die Geschichte handelt von jenen die leben; das Leben seinerseits geht unaufhörlich weiter – oft viel weiter, als es den Gestalten lieb ist.«

Die Presse

»Nagib Machfus ist ein Volksdichter. Er kennt seine Kairoer. Er war und ist ständig unter ihnen.«

Mirjam Jessa, ORF

»Und die Vision, die Türen des Klosters mögen sich endlich öffnen, gleicht eher einem Seufzer über ein Land, das aus seiner vieltausendjährigen Geschichte auch zur ständigen Wiederholung verdammt scheint. Fast möchte man ein wenig mitseufzen – wäre da nicht die augenzwinkernde Nähe des Autors zu seinem Volk, sein Mitleiden und Mitfeiern, die diesen zuweilen arg mystischen Derwischgesang nachhaltig vermenschlichen. Und in solcher Humanität beweist sich schließlich das Kunstwerk.«

Reinhard Hesse, Süddeutsche Zeitung

»Mit einem feinen Gefühl für Rhythmus und Form gelang Doris Kilias das, was Übersetzung sein soll: Nicht Nach- , sondern Neudichtung.«

ORF

»Nobelpreisträger Nagib Machfus zeigt sich als phantasievoller Fabulierer.«

Berliner Zeitung

»In einem flüssigen, lockeren Erzählstil reiht Nagib Machfus Geschichten von Menschen zu einem Ganzen aneinander.«

Milna Nicolay, Toaster

»Eine Parabel über ewig Menschliches: das Ausgeliefertsein an ein unerbittliches Schicksal, die Vergänglichkeit des Glücks und die Hoffnung auf eine gerechtere Welt.«

Priska Furrer, Tages-Anzeiger

»In Ägypten 1977 veröffentlicht, ist das Buch neu für den deutschen Sprachraum und eine Trouvaille insofern, als es zum erstenmal die gesamte Spannbreite dieses fabulierenden und philosophischen Geistes enthüllt.«

Focus

»Mit diesem großartig komponierten Werk über die Menschheitsgeschichte hat Machfus bereits vor vierzig Jahren den Zorn der Fundamentalisten auf sich gezogen. Dabei ging es ihm natürlich nicht um die Profanierung der Religionsgeschichte; sondern vielmehr darum, Macht und Repression durch assoziative Mittel darzustellen.«

Angelika Rahmer, Der Arabische Almanach

»Alles, was man gern liest, ist in diesem Roman vereint: Intrigen und Träume, Weisheit und Witz, Liebe, Hass und Leidenschaft. Eben das pralle Leben in seiner ganzen fantastischen Unergründlichkeit.«

Regina Karachouli, Sächsische Zeitung

»Wer sich auf dieses Mosaik von Leben, das weit über die Grenzen der Kairoer Altstadt hinausreicht und schließlich zum Bild für das ganze Leben wird, wer sich darauf einlässt, wird das Buch wohl in einem Atemzug durchlesen. Wie ein Sog, ein Wirbel erfasst einen dieser große Entwurf vom Leben.«

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Bibliografie

Originaltitel: Malhamat al-Harafish (1977)
Originalsprache: Arabisch
Erstauflage: 19.9.1995
Auflage: 1