Taufiq al-Hakim

Staatsanwalt unter Fellachen

Roman
Aus dem Arabischen von Horst Lothar Teweleit
Mit einem Nachwort von Arnold Hottinger
»Oh, ihr Blätter, die ihr nie ans Licht des Tages dringen werdet, ihr seid nichts anderes als ein geöffnetes Fenster, durch das in Stunden der Bedrängnis mein freies Urteil entweicht.«
 Taschenbuch
€ 12.95, FR 17.90, €[A] 13.40
broschiert
Sofort lieferbar
Dialog Dritte Welt 3
160 Seiten
ISBN 978-3-293-00030-8
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Der Staatsanwalt einer Kleinstadt im Nildelta wird eines Nachts aus dem Schlaf gerissen: Ein Fellache ist ermordet worden, der eifersüchtig wachende Vormund der schönen Rim, wie sich später herausstellt. Mit seinem ganzen Tross von Verwaltungsbeamten und Gendarmen begibt er sich zum Tatort. Unterwegs nehmen sie den vagabundierenden Scheich Usfur mit, eine rätselhafte Existenz, die sich leidenschaftlich für alle Justizfälle interessiert. Seine mystische Intuition ahnt auch dort noch Spuren, wo keine Indizien mehr sichtbar sind. Aber der Kriminalfall bleibt ungelöst, er ist nur der Anlass, der Rahmen für diesen klassisch gewordenen Gesellschaftsroman.

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In farbigen, oft drastisch-komischen, dann wieder nachdenklichen Szenen wird das Gefüge einer Kleinstadt sichtbar. Honoratioren, Exzellenzen und Vagabunden treten auf, Rationalisten, Mystiker und Opportunisten. Am Fuß der sozialen Pyramide die Fellachen, gebeugt und gedrückt wie seit Jahrtausenden. Dazwischen der tagebuchschreibende Staatsanwalt, hin- und hergerissen zwischen Einsicht und dem Zwang der Bürokratie, die nur noch ihren eigenen Gesetzen gehorcht.

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Bibliografie

Originaltitel: Jaumiat naib fi-l-ariaf
Originalsprache: Arabisch
Erstauflage: 31.12.1982
Auflage: 1