Yaşar Kemal

Die Ararat-Legende

Roman
Aus dem Türkischen von Helga Dagyeli-Bohne und Yildirim Dagyeli
»Was Yasar Kemal zu erzählen hat, ist von größter Härte und wieder von großer Zartheit.« Neue Zürcher Zeitung
 Taschenbuch
€ 10.95, FR 16.90, €[A] 11.30
Broschiert
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UT 653
144 Seiten
ISBN 978-3-293-20653-3
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Eines Morgens steht unversehens ein prächtiger, reich geschmückter Schimmel vor Ahmets Hütte. Kein Bewohner des Berges Ararat würde jemals ein solches Geschenk Gottes wieder zurückgeben. Der Pascha aber will seinen Schimmel zurückerobern, er kennt weder Tradition noch altüberliefertes Recht. Sein Herrscherwahn findet schließlich eine Grenze: Der Stolz der Menschen schlägt um in offene Revolte. Über allem steht als Mahnmal der Berg Ararat, ein Schutz für die Liebenden, aber auch bereit, sie zu vernichten, wenn sie mit seinem Gesetz brechen.

Stimmen

»Kemal errichtet einen prächtigen erzählerischen Bau, in dem es an Kammern für zärtliche Liebesgeschichten ebensowenig mangelt wie an Kerkern, in denen die Menschen aufs grausamste traktiert werden. Die Episoden am Rande stattet Kemal reich mit faszinierenden kulturhistorischen Details aus, und gerade die Nebenfiguren – ein liebeskranker Kerkermeister, ein neurotischer Fürstensohn, ein martialischer Schmied – sind ungemein kantig in ihre höfische oder dörfliche Umgebung gestellt. Ingrimmig beschwört Yasar Kemal den alten Mythos noch einmal als Waffe des Widerstands. Die Ararat-Legende, wie aus mythischer Vorzeit überkommen, ein Hohelied der Revolte, ergreift und verstört.«

Karl Markus Gauß, Frankfurter Allgemeine Zeitung  Online einsehen

»Die Episoden stattet Kemal reich mit faszinierenden kulturhistorischen Details aus, überhaupt zeugt es von einigem Mut, 1970 in der Türkei von Kurden zu sprechen. Interessant sind nicht zuletzt einige Nebenfiguren – als da wäre etwa ein liebeskranker Kerkermeister,  – die Kemal ungemein kantig in ihre höfische oder dörfliche  Umgebung stellt.«

Christian Ruf, Dresdner Neueste Nachrichten

»Die Ararat-Legende zeichnet sich durch eine oft wunderbar spontane Metaphorik aus, besonders bei Naturdarstellungen. Sie ist ein Schreibexperiment: Eine moderne sozialkritische und politische Parabel zentriert sich um eine tragische Liebesgeschichte, die nahtlos mit Mustern traditioneller Epik verwebt ist.«

Norbert Mecklenburg, literaturkritik.de

»Die Natur, die Bergbewohner und ihre Traditionen wirken in Kemals Ararat-Legende wie aus einem Guß. Sie sind aufs Engste miteinander verwachsen, bedingen und ergänzen sich gegenseitig. Der Kerker und die Folter sind zwei Themen, die formuliert werden, und zwar – wie alles andere in diesem Buch auch – so eindringlich und bildhaft, daß man der Schilderung  notgedrungen gebannt folgt. Ob er die Bedeutung des Lichtes in einem dunklen Kerker erläutert, die schillernde Schönheit der kargen Landschaft besingt oder das unbeugsame Gerechtigkeitsempfinden der Bergbauern schildert – Kemals Sprache ist leicht wie eine Feder und doch zugleich messerscharf.«

Angelika Thomé, Tageblatt, Luxembourg
 

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Bibliografie

Originaltitel: Agridagi Efsanesi
Originalsprache: Türkisch
Erstauflage: 10.4.2014
Auflage: 1