Romesh Gunesekera

Riff

Roman
Aus dem Englischen von Giò Waeckerlin Induni
»Halten Sie das Buch ans Ohr, und Sie können den Ozean flüstern hören.« The Independent
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gebunden
In anderer Ausgabe lieferbar
200 Seiten
ISBN 978-3-293-00225-8
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Im Jahr, als Sri Lanka unabhängig wird, kommt der elfjährige Triton als Boy in das Haus von Mister Salgado, einem Meeresbiologen, der nur einen Lebensinhalt hat: das gefährdete Universum des Ozeans. Für den Jungen wird das Haus des Junggesellen zu einem abgeschlossenen Mikrokosmos. Er lernt, das Silber so zu polieren, dass es schimmert wie geschmolzenes Sonnenlicht, den Liebeskuchen mit zehn Eiern zu backen und für die Freundin seines Herrn den Papageienfisch zu dünsten. Und er lernt, mit wachen Augen die politischen, sozialen und amourösen Ränkespiele zu beobachten. Hintergründig erzählt Triton seine Geschichte. Naiv und wissend zugleich, tapfer und ängstlich - die eindrückliche Stimme eines Jungen, der in einer zerbrechenden Welt erwachsen geworden ist.

Stimmen

»Pures Lesevergnügen, unterhaltsam, aber durchaus auch zum Nachdenken anregend.«

Gießener Zeitung

»Ein magischer Realismus von lyrischer Schönheit.«

Marie-Louise Zimmermann, Berner Zeitung

»Gunesekeras Prosa, lyrisch, beherrscht, in ungewohnten Bildern irisierend, gerät in sich zum verführerischen Appell an die Sinne; doch um dem Text gerecht zu werden, sollte man ihn sorgsam kosten.«

Angela Schrader, Neue Zürcher Zeitung

»Sri Lanka erscheint so als Garten Eden voll von Blumen, berückenden Düften, rotschnäbeligen Papageien und dem Summen von Kolibris, bis daraus durch Bürgerkrieg und die Zerstörung der Korallenriffe von Menschenhand ein verlorenes Paradies wird.«

Martina Gollhardt, Spiegel Extra

»Ein vielversprechendes Debut, denn das Buch enthält Szenen von betörender Sinnlichkeit. Wie der Autor in zarten Strichen das Verliebtsein des Dieners beschreibt oder das virtuose Hantieren mit Gewürzen in Tritons Küche schildert, weckt nachhaltig die Leselust.«

Das Sonntagsblatt, Hamburg

»Seinen Namen muss man sich merken, denn sein erster Roman ist ein kleines Meisterwerk! Dazu ist der Roman wortgewordener Duft und sprachgewordene Farbe, eine sinnliche Darstellung tropischen Lebens, dessen Zerstörung im Hintergrund eskaliert.«

Ellen Pomikalko, Buchmarkt

»Meisterhafte Beschreibungen von asiatischen Lebensmitteln, exotischen Märkten und vollendeten Kochkünsten lassen einem beim Lesen immer wieder das Wasser im Mund zusammenlaufen. Doch ›Riff‹ bietet noch viel mehr.«

Unsere Zeit, Baden

»Gunesekera nimmt uns mit auf Tritons Entdeckungsreisen im Land der Erwachsenen. Behutsam, zärtlich und mit feinem Gespür für das Wunderbare im Alltäglichen.«

Der Beobachter

»Ein bezaubernder Roman.«

Aamer Hussein, Times Literary Supplement

»Ein eleganter Erstling.«

David Horspool, Sunday Telegraph

»Erfüllt von den würzigen Düften des Landes.«

David Buckley , Observer Review

»Auserlesen und berückend«

India Today

»Ein Roman, der in Trance versetzt.«

Publishers Weekly

»Gunesekera ist einer der zwei oder drei besten zeitgenössischen Autoren. Ich werde in Zukunft jedes Wort von ihm lesen.«

Neil Gordon, Boston Review

»Eine Korallensymphonie, erfüllt von gezügelter Leidenschaft und bestürzenden Anspielungen, die sich in stummem Zauber zum Crescendo erhebt. Die Lektüre ist wie ein Sprung in einen abgründigen Ozean, in dem alle Verwicklungen des Lebens sich zu einem Zauberreich auflösen.«

The Pioneer

»Gunesekera hat ein Buch von zutiefst menschlicher Aussage und moralischer Haltung geschrieben. Kaum ein zeitgenössischer Roman verbindet auf so hohem Niveau epische Kraft und warme Intimität.«

Candia McWilliam, Time Magazine

»Mister Salgado selbst, geheimnisvoll, freundlich, verträumt, melancholisch, ist eine komplexe Figur wie Yusef in Das Herz aller Dinge (The Heart of the Matter) von Graham Greene.«

Julian Evans, The Guardian

»Gunesekeras Sprache ist betörend, äußerst sinnlich und detailreich...«

Heiner Hug, Tages-Anzeiger

»Sie sollten dieses Buch lesen, weil es zart und liebevoll erzählt ist – ein Leben von unten nach oben, von Heimat in Nichtheimat, vom Paradies in die Zivilisation. Es ist ein Entwicklungsroman von wunderbarer Leichtigkeit und die ideale Reiselektüre für alle, die nicht blind durch Urlaubsländer stolpern möchten, sondern mehr erfahren wollen.«

Elke Heidenreich, WDR4, Taschenbuchtipp

»Delikater kleiner Entwicklungsroman voller großer sinnlicher Lese-Genüsse.«

Hörzu

»Geschickt überblendet der Autor die Perspektive des Jungen mit der des erwachsenen Erzählers, naive Neugier und ein komplexeres Verständnis der Welt. Gunesekera gelingt es auf großartige Art, alltägliche Handlungen spannend zu schildern, ganz besonders die Kochkunst Tritons, der vom Liebeskuchen über Papageifisch bis zum tollsten Truthahn alles auf den Tisch zu zaubern versteht.«

Fridolin Furger, Der Landbote

»Was ›Riff‹ so außergewöhnlich macht, ist der klare, ruhige Erzählton. Mit einfachen Worten, knapp, elegant und aus melancholischer Distanz, lässt Triton, d.h. Gunesekera, eine verlorene Welt von betörend, sinnlicher Intensität wieder aufleben.«

Georg Sütterlin, Bündner Zeitung

»Eine zarte, zauberhafte Geschichte, voller Wunder, Wohlgerüche und köstlicher Empfindungen.«

Martine Silber, Le Monde

»›Riff‹ ist ein köstlicher Roman. Vielleicht der einzige,der die Zubereitung eines Truthahns so spannend macht wie einen Kriminalfall.«

The Guardian

»Gewiss der nasseste Roman des Jahres. Vorsicht, kein einziges Wort darf verschüttet werden. Es ist beinahe ein Gedicht, diese Sequenz von kunstvoll komponierten Aquarellen. […] Gunesekera hat sich mit Schnorchel und Tauchbrille in die melancholisch zurückweichende Brandung gestürzt und eine Unterwasserwelt ganz spezieller Zeitlupen-Intensität geschaffen. Halten Sie Ihr Ohr an die Seiten, und Sie werden den Ozean flüstern hören.«

Robert Winder, The Independent

»Ein wehmütiger, deutlich von Heimweh geprägter Abgesang des Emigranten auf das Sri Lanka vor dem mörderischen Bürgerkrieg.«

www.buchkritk.at
 

Dies ist ein Liebling aus 40 Jahren

Martina Gollhardt
Verlagsveteranin
Weil... das Buch auch heute noch für mich die betörende Mischung von Gerüchen und Farben evoziert, die ich in Sri Lanka jenseits aller touristischen Anpreisungen erlebt habe, und weil es leise und doch eindrücklich zeigt, dass auch Sri Lanka nicht mehr das Paradies ist, wie es Hermann Hesse im Jahr 1900 beschrieben hat.
Sebastian Ritscher
Mohrbooks Literary Agency
Weil... ich mich nach zwanzig Jahren noch erinnern kann an die Lektüre, die Atmosphäre und den Geruch dieses düster-heiteren Romans über einen jungen Mann aus Sri Lanka, das Erwachsenwerden und das Kochen. Ausserdem, weil »Riff« mir zu meiner ersten Begegnung mit Lucien Leitess verhalf, an die ich ebenso freudig denke wie ans Buch, das ich unbedingt bald wieder lesen will.

Andere Werke von Romesh Gunesekera

Cover
»Ich versuchte, die Zettelchen in Pearls verbeulter Keksdose, die Einträge in Prins’ wetterfestem Tagebuch und die Fragmente meiner verdrängten Vergangenheit zu entwirren, um die Wahrheit herauszufinden.«

Andere Werke von Giò Waeckerlin Induni

Cover
»Ich versuchte, die Zettelchen in Pearls verbeulter Keksdose, die Einträge in Prins’ wetterfestem Tagebuch und die Fragmente meiner verdrängten Vergangenheit zu entwirren, um die Wahrheit herauszufinden.«
Cover
»Die Angst und die Erinnerung! Fünf Jahre haben wir auf Bernardo Atxagas neuen Roman gewartet. Das Warten hat sich gelohnt.« El Periódico
Cover
Obabakoak, in zahlreiche Sprachen übersetzt, hat der baskischen Sprache ihren Platz in der Weltliteratur erobert.

Bibliografie

Originaltitel: Reef
Originalsprache: Englisch
Erstauflage: 24.4.1996
Auflage: 1