Alai

Roter Mohn

Roman
Aus dem Chinesischen von Karin Hasselblatt
»›Roter Mohn‹ ist ein großer Wurf, das Signal einer neuen tibetischen Literatur.« Ludger Lütkehaus, Neue Zürcher Zeitung
 Taschenbuch
€ 12.90, FR 19.90, €[A] 13.30
broschiert
Sofort lieferbar
UT 340
512 Seiten
ISBN 978-3-293-20340-2
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Jeder weiß, dass der zweite Sohn des Fürsten Maichi ein Idiot ist. Als Thronfolger wird er nie zum Zug kommen. Umso unvoreingenommener beobachtet er seine Umgebung – die Festung des Fürsten im äußersten Osten Tibets, die rücksichtslose und grausame Feudalherrschaft, die in kleinliche Streitereien verwickelten Lamas, die Intrigen um schöne Frauen und die Fehden mit benachbarten Herrschern, die wechselnden Allianzen mit den Chinesen. In das entlegene Hochland dringt die Moderne lediglich als fernes Echo. Als ein Sondergesandter der chinesischen Regierung Fürst Maichi Mohn anbauen lässt, wird dieser unermesslich reich. Die betörende rote Mohnblüte und der Duft der reifenden Kapseln bringen Unruhe in das archaische Leben. Einzig der Idiot erkennt, dass sich das Ende einer Ära abzeichnet.
Zunächst von vielen chinesischen Verlagen wegen der heiklen politischen Thematik abgelehnt, wurde »Roter Mohn« 1998 ein Bestseller und 2000 mit dem wichtigsten chinesischen Literaturpreis, dem Mao-Dun-Preis, ausgezeichnet.

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Dies ist ein Liebling aus 40 Jahren

Tobias Tanner
Buch am Platz Winterthur
Weil... der zweite Sohn des Fürsten Maichi, der ein Idiot ist, einer meiner liebsten Hauptfiguren überhaupt ist. Als das Buch 2005 erschien, war der Dalai Lama zu Besuch in Zürich. In der Buchhandlung türmten sich Bücher vom und über den Dalai Lama. Wenn ein Kunde fragte, welches Buch er vom Dalai Lama lesen sollte, antwortete ich: »Keines. Lesen Sie lieber ›Roter Mohn‹ von Alai, dieses Buch zeigt Ihnen Tibet, wie Sie es noch nicht kennen, und ist erst noch viel spannender!«
Bernhard Spiessberger
Verlagsvertreter
Weil... man den Fürstensohn und weisen Idioten am Ende des Romans, bei aller Ungerechtigkeit der Verhältnisse, nur ungern in seiner schwindenden Welt zurück lässt. Ein Abgesang auf das alte, feudale Tibet, das mit der Okkupation Chinas sein Ende fand.

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Cover
»Alai ist einer der wirklich raren Glücksfälle der Gegenwartsliteratur.« Märkische Allgemeine Zeitung

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Bibliografie

Originaltitel: »Chen’ai luoding« (Peking, 1998)
Originalsprache: Chinesisch
Erstauflage: 18.7.2005
Auflage: 3