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Alai

Roter Mohn

Roman
Aus dem Chinesischen von Karin Hasselblatt
»Mit großer künstlerischer Vollendung eröffnet uns Alai die reiche und geheimnisvolle innere Welt Tibets. Ein Werk wie ›Roter Mohn‹ hat es in der chinesischen Literatur noch nicht gegeben. Ein wahrhaftiges Meisterwerk.«
Mo Yan (Autor von »Das rote Kornfeld« und »Die Schnapsstadt«)
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Jeder weiß, dass der zweite Sohn des Fürsten Maichi ein Idiot ist. Als Thronfolger wird er nie zum Zug kommen. Umso unvoreingenommener beobachtet er seine Umgebung: die Festung des Fürsten im äußersten Osten Tibets, die in kleinliche Streitereien verwickelten Lamas, die Intrigen um schöne Frauen, die Fehden mit benachbarten Herrschern und die wechselnden Allianzen mit den Chinesen. In das entlegene Hochland dringt die Moderne lediglich als fernes Echo. Einzig der Idiot erkennt, dass sich das Ende einer Ära abzeichnet.

Zunächst von vielen chinesischen Verlagen wegen der heiklen politischen Thematik abgelehnt, wurde Roter Mohn ein Bestseller und 2000 mit dem wichtigsten chinesischen Literaturpreis, dem Mao-Dun-Preis, ausgezeichnet.

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Dies ist ein Liebling aus 40 Jahren

Tobias Tanner
Buch am Platz Winterthur
Weil... der zweite Sohn des Fürsten Maichi, der ein Idiot ist, einer meiner liebsten Hauptfiguren überhaupt ist. Als das Buch 2005 erschien, war der Dalai Lama zu Besuch in Zürich. In der Buchhandlung türmten sich Bücher vom und über den Dalai Lama. Wenn ein Kunde fragte, welches Buch er vom Dalai Lama lesen sollte, antwortete ich: »Keines. Lesen Sie lieber ›Roter Mohn‹ von Alai, dieses Buch zeigt Ihnen Tibet, wie Sie es noch nicht kennen, und ist erst noch viel spannender!«
Bernhard Spiessberger
Verlagsvertreter
Weil... man den Fürstensohn und weisen Idioten am Ende des Romans, bei aller Ungerechtigkeit der Verhältnisse, nur ungern in seiner schwindenden Welt zurück lässt. Ein Abgesang auf das alte, feudale Tibet, das mit der Okkupation Chinas sein Ende fand.

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»Alai ist einer der wirklich raren Glücksfälle der Gegenwartsliteratur.« Märkische Allgemeine Zeitung

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Bibliografie

Originaltitel: Chen’ai luoding (1998)
Originalsprache: Chinesisch
Erscheinungsdatum: 1.8.2016
Letzte Version: 22.2.2019