Sven Lindqvist

Wüstentaucher

Auf den Spuren von Dichtern, Träumern und Generälen
Reisebericht
Aus dem Schwedischen von Sandra Nalepka

Wüstenverzückte Helden, Träumer, Sinnsucher – die großen Abenteurer und Reisenden der Sahara

 Taschenbuch
€ 8.90, FR 16.90, €[A] 9.20
Broschiert
Vergriffen. Termin Neuausgabe unbestimmt
UT 282
144 Seiten
ISBN 978-3-293-20282-5
   E-Books: Unsere Angebote für Sie  
 

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stürzten sich europäische Schriftsteller, getrieben von ihren fantastischen Träumen, in die glühend heißen Weiten der Sahara. Ein Pilot, der in die Wüste fliegt und wiederholt die Risiken eines Abschusses in Kauf nimmt, schreibt großartige Abenteuergeschichten und Der Kleine Prinz. Ein junger Mann dringt, als arabische Frau verkleidet, in eine »verbotene Stadt« ein, und eine Französin lebt ihr kurzes, herrlich freies Leben als moslemischer Mann. Träumer und Geschichtenerzähler – Antoine de Saint-Exupéry, Michel Vieuchange, Eugène Fromentin, Pierre Loti, Isabelle Eberhardt, André Gide – sie alle schrieben ein Kapitel zur großen Wüstenromanze.

Stimmen

»Ein aufwühlendes Buch über das Schicksal berühmter Persönlichkeiten, die während der französischen Kolonialzeit in der Sahara lebten. Ein schaurig-schönes Lesevergnügen!«

Friedrich Zipf, DED Brief - Zeitschrift des Deutschen Entwicklungsdienstes, Bonn

»Lindqvist vermischt Reisebericht, Autobiographie, historische Spurensuche und Philosophie mit seltener Leichtigkeit zu einem faszinierenden Leseabenteuer im Kopf.«

Richard Butz, Saiten, St. Gallen

»Lindqvists Buch versammelt anspruchsvolle, aus persönlicher Erfahrung schöpfende Essays, die den Leser auf philosophische Exkursionen durch die Einförmigkeit der Wüste mitnehmen und die eindrucksvoll vermitteln, was für ein erhabenes Gefühl diese karge Landschaft auszulösen vermag.«

Peter Kapp, The Associated Press

»Lindquist öffnet sich dem Zauber der Landschaft – und zertrümmert harsch die Mythen. Er schreibt vom ›Herrenzimmerorientalismus‹ Agadirs, von Kinderprostitution und der Befreiungsbewegung Polisario, von Brunnen voller Leichen und Tauchern, die wahnsinnig wurden. Auf gerade mal 138 Seiten erfahren Leser und Leserinnen mehr über die Wirklichkeit der Sahara als aus ganzen Bibliotheken seiner romantischen Vorgänger. Freilich, am Ende muss auch er konstatieren: ›Das, was ich zu fassen versuche, ist weg.‹ Die Wüste hat er gefunden. Selbst blieb er fremd.«

Franz Lerchenmüller, Der Tagesspiegel, Berlin

»Das Buch fordert den Lesern Geduld und genaue Lektüre ab, es schützt nichtvor Visionen, es nimmt manche Verklärung und entlastet dadurch. Kein Ersatzfür eine Reise, aber zumindest eine Vorreservierung zum Träumen. Sehr zuempfehlen.«

Christina Gastager-Repolust, Bibliotheksnachrichten, Reutlingen

»Ein faszinierendes Buch für alle an der Wüste Interessierten.«

Kirsten Sturm, Boromäusverein/Redaktion Buchprofile, Bonn

»Ein ungewöhnlicher, in jeder Hinsicht faszinierender Reisebericht. Fernabvon akademischer Distanziertheit und künstlerischer Weltfremde ist ihm einzutiefst ehrliches, spannendes und im besten Sinn des Wortes lehrreichesBuch gelungen.«

Vorarlberger Nachrichten, Wien

»Ein auf poetische Art und Weise ernüchterndes Buch.«

Andreas Langenbacher, Basler Zeitung

»Bei aller Reflexion bleibt Wüstentaucher, in dem sich Erlebtes mit Fiktivem mischt, doch zutiefst literarisch. Lindqvist setzt nicht nur die Geschichte der Westsahara, Marokkos und Algeriens mit der heutigen politischen und gesellschaftlichen Situation in Beziehung, der Text gerät auch zur Liebeserklärung an die Wüste.«

Lothar Ruttner, Volltext, Wien

»Sven Lindqvists seltsam-schönes Buch ist eine Mischung aus Reisebericht, Autobiografie, historischer Spurensuche und philosophischem Traktat. Kaum einem gelingt diese Mischung mit solcher Leichtigkeit.«

Andreas Wirthenson, Wiener Zeitung

»Ein ungewöhnlicher, in jeder Hinsicht faszinierender Reisebericht.«

Vorarlberger Nachrichten
 

Autoren-Seiten

Andere Werke von Sandra Nalepka

Bibliografie

Originaltitel: Ökendykarna (1990)
Originalsprache: Schwedisch
Erstauflage: 23.2.2004
Auflage: 1