Walter Mosley

Socrates in Watts

Kriminalroman
Aus dem Englischen und mit einem Nachwort von Pieke Biermann
Ein Fall für Socrates Fortlow (1)
»Walter Mosleys bestes Werk.« Elle
 Taschenbuch
€ 8.90, FR 16.90, €[A] 9.20
broschiert
Vergriffen. Keine Neuausgabe
UT metro 166
256 Seiten
ISBN 978-3-293-20166-8
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»Was ist richtig, was ist falsch?« – Drei Jahrzehnte ist es her, seit Socrates in einem Anfall von Trunkenheit einen Mann und eine Frau umgebracht hat. Dafür musste er siebenundzwanzig Jahre in einem Gefängnis in Indiana absitzen. Jetzt lebt Socrates in einer verlassenen Hütte in Watts und versucht, ein anständiger Mensch zu werden. Aber Armut, Gewalt und Rassismus machen es ihm nicht leicht.

Walter Mosley führt nach dem legendären Detektiv Easy Rawlings eine neue Figur ein: Socrates Fortlow, der nachdenkliche Hüne mit den eisernen Fäusten, ein hartnäckiger, grüblerischer ehemaliger Sträfling, der es sich zur Aufgabe macht, gegen die Gewalttätigkeit und das Chaos in seiner Welt anzutreten und sie zu verstehen - auch in sich selbst.

Stimmen

»Mosleys Roman ist wie eine Fahrt auf einer Achterbahn: Höhen und Tiefen wechseln so rasend schnell wie anrührende Momente und harte Action.«

20 Minuten

»Mosley erzählt Socrates’ Geschichte mit dem spröden Charme, den man an ihm so schätzt, wobei er weder in Sozialkitsch verfällt noch moralinsaure Weisheiten von sich gibt.«

metropol

»Ganz nebenbei entwickeln sich da sokratische Dialoge: ’Du bist besser als Kino. Besser als Fernsehen’, gesteht der alte Right mit dem Krebs im Bauch seinem Freund Socrates. Damit liegt er wohl richtig.«

Konrad Heidekamp, Die Zeit

»Mosley beschreibt die Bedingungen der Armut, die moralische Erosion, die Hoffnungslosigkeit und auch die paranoiden Weltbilder, die aus Hass und Ohnmacht geboren werden, minutiös. Mosley polemisisert nicht, aber eben deshalb ist er treffsicher und eindrucksvoll.«

Ingeborg Sperl, Der Standard

»Mosley verbindet die mitunter drastische Darstellung dieser Welt mit dem dennoch sich ereignenden Wandel eines Mannes, der anderen hilft, wo er kann: Socrates, dessen Abstieg unentschuldigt bleibt und dessen Läuterung keiner geraden Bahn folgt, wird zum guten Menschen von Los Angeles – zu einer Vision, die sich zu leben lohnt.«

Thomas Leuchtenmüller, Neue Zürcher Zeitung

»Sokrates demonstriert von Geschichte zu Geschichte, ohne dass er ins Onkel-Tom-Fahrwasser gerät, dass Recht keine Frage der Farbe ist, ohne dass er ins Onkel-Tom-Fahrwasser gerät.«

P. S.

»Bad or good. Right or Wrong im alltäglichen Überleben sind die Fragen, die dieser Roman stellt. Wie man mit Schuld leben und mit dem Versuch, ein besserer Mensch zu sein, in der Gewalt überleben kann. In dieser Haltung ist Socrates Fortlaw dem Helden Franz Biberkopf aus Döblins Alexanderplatz ein Bruder im Geiste.«

Franz Grützbach, WDR3

»Walter Mosley versteht es, Sokrates in seinem Bemühen um Authentizität zu beschreiben. Sprachlich meisterhaft beherrscht er die literarische Umsetzung des schwarzen Slangs. Ein Buch mit dem Blick von unten: wahrhaftig, glaubhaft und ehrlich.«

Gerda Meuer, Deutsche Welle, Buchtipp

»Mosley, bekannt geworden durch seine Romane um den schwarzen Detektiv Easy Rawlins, gelang mit ’Socrates in Watts’ ein wichtiger Beitrag zur Wertediskussion der Black Community in den USA.«

Peter Schneeberger, SF2-Text

»Je länger man in diesem Buch liest, desto dichter wird die Atmosphäre, desto stimmiger die Biographie dieses gefallenen Engels, von dem man glauben könnte, so oder so ähnlich lebt er dort, in L.A., genauer: in Watts.«

Martin Geiser, Radio Free FM

»Socrates in Watts ist ein Kriminalroman, der drei Sterne verdient. Weil er zeigt, in welcher Welt Schwarze wirklich leben, wie sie mit den Vorurteilen und Urteilen der Weißen umgehen und zumindest einen Teil der für Weiße selbstverständlichen Selbstachtung gewinnen. Ein erstklassiges Buch erstklassig übersetzt von Pieke Biermann aus der erstklassigen Krimireihe des Verlages.«

Anne von Blomberg, Readme

»Der Beginn einer neuen, interessanten Reihe.«

Ultimo

»Mosley legt einen hervorragend geschriebenen, spannenden und tief gehenden Entwicklungs-Roman vor.«

Schweizer Familie

»Mit Socrates Fortlow führt Mosley einen ganz und gar ungewöhnlichen Helden ein: einen rauhen, aber nachdenklichen Ex-Sträfling, der wie sein griechischer Namensvetter ein Talent hat, die richtigen Fragen zu stellen. Socrates versucht, nach einem verpfuschten Leben wieder auf die Beine zu kommen und den Abgründen in sich selbst auszuweichen.«

Library Journal

»Politisch, aber zurückhaltend, zornig, aber scharfsinnig – ’Socrates in Watts’ ist das Werk eines Autors, der unerschrocken seine Ansprüche und seinen eigenen Begriff von Verantwortung weiterentwickelt.«

Los Angeles Times

»Ein starkes Stück, schonungslos und treffend!«

Booklist

»Mosley hat ein Werk hervorgebracht von fast Faulknerischer Dichte. Er ist ein literarischer Künstler und ein Meister des Kriminalromans zugleich.«

New York Times
 
 

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Cover
»Cody ist bekannt für ihre ungewöhnlichen Heldinnen und hat mit Birdie eine wunderbare Figur geschaffen. Intelligent, raffiniert, sexy und scharfsinnig.« The Mirror

Bibliografie

Originaltitel: Always Outnumbered, Always Outgunned (1997)
Originalsprache: Englisch
Erstauflage: 1.3.2000
Auflage: 1