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Verena Stössinger und Anna Katharina Dömling (Hg.)

»Von Inseln weiß ich …«

Geschichten von den Färöern
»Wie ich schon oft, vielleicht aber nicht überzeugend genug behauptet habe, weil es immer noch Menschen zu geben scheint, die sich skeptisch dazu verhalten, liegt der absolute Mittelpunkt der Welt auf den Färöern und heißt Tórshavn.«
William Heinesen, »Nasse Heimat«
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384 Seiten (Gedruckte Ausgabe)
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Rund 50 000 Menschen bevölkern die achtzehn schroffen, baumlosen Inseln, die zwischen Island, Schottland und Norwegen im Nordatlantik liegen. Jahrhundertelang blühte hier eine mündliche Tradition mit Balladen, Sagen und Märchen. Daraus ist eine selbstbewusste, erzähl- und experimentierfreudige Literatur auf Färöisch entstanden, die sich von ihren kleinen Inseln aus die großen Themen der Menschheit zu eigen macht.

Die vorliegende Anthologie versammelt die besten Geschichten der färöischen Literatur, von ihren Klassikern wie William Heinesen bis zur jüngsten Generation, vertreten u. a. durch Marjun Kjelnæs und Elias Askham. Für deutsche Leser wird so erstmals eine bislang kaum übersetzte Literatur in ihrer ganzen Vielfalt zugänglich.

Stimmen

»In dieser vom Meer umschlossenen, naturgewaltigen Welt, die sich bei der Lektüre durch ein Jahrhundert färöischer Literatur eröffnet, gibt es kein Entrinnen. Und wer aus den kollektiven Normen ausschert, wird aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Dagegen bestehen können nur das Skurrile und Naive und die listige Fantasie.«

Anna Wegelin, WOZ - Die Wochenzeitung, Zürich

»Rock- und Folkmusikanten von den Färöern feiern internationale Erfolge. Die Insel-Literatur dagegen ist kaum bekannt. Diese Anthologie schließt diese Lücke.«

Richard Butz, St. Galler Tagblatt

»Auf engstem Raum begegnen sich in allen Texten schwerblütige Sagas und das moderne Leben, mythische Trolle und keifende Pfarrersweiber, sturmzerzauste Naturschilderungen und komplizierte Grübeleien über die Rolle als Schriftsteller. Die Literatur der Färöer ist nicht freundlich, auf den Inseln wächst kein ordentlicher Baum. Aber trotzdem kommen die Färinger immer wieder dahin zurück.«

Ultimo, Bielefeld

»Auf eine Anthologie färöischer Literatur hatte man nicht gerade gewartet, umso überraschter ist man über die sorgfältige Auswahl und die Qualität der hier präsentierten, bisher unveröffentlichten Prosa. Die Erzählungen handeln vom bäuerlichen Leben, der großartigen, jedoch gefährlichen Natur, der Fischerei und immer wieder vom Tod. Aber auch moderne Themen fesseln den Leser.«

Claudia Bußjäger, EKZ Bibliotheksservice, Reutlingen

»Auch wenn Selbstreflexion in der Literatur einer kleinen Nation natürlich eine Rolle spielt, werden universale Fragen und Motive nicht außer Acht gelassen. So hält diese Anthologie manche Entdeckung bereit und macht Lust auf mehr.«

Sylvia Kall, Nordis, Essen

»Da betritt auch der belesenste Literaturkenner Neuland. Spannende Geschichten, in denen das Meer und seine Gefahren eine große Rolle spielen, aber auch der Kampf ums Dasein. Märchen- und Sagenmotive spielen eine Rolle, Wind und (Un-)Wetter liefern die Begleitmusik.«

Hans-Joachim Trippler, Dewezet Deister-Weser-Zeitung, Hameln

»Es ist ein kleiner Lebensbezirk, der sich in diesen Erzählungen spiegelt. Es ist auch einer, der lange abgeschottet war, seit je einer herben Natur ausgetzt ist und sich in einem harten Existenzkampf behaupten muss. Von der Gewalt und der Weite des Meeres und vor den langen nordischen Nächten sucht er Zuflucht im frommen Glauben oder in sektiererischer Frömmelei. Die menschenarme Unwirtlichkeit der Gebirge und der Fjorde ist bevölkert mit Trollen, Hexen und Wiedergängern aller Art. Zu den äußeren Bedrängnissen treten noch die Plagen der bäuerlichen Hierarchie, der sozialen Missgunst, der pfarrherrlichen Bigotterie. Das steigert sich dann gerade in den älteren, da und dort aber auch in den ›modernen‹ Geschichten zu voller Wucht und Größe.«

Charles Cornu, Der Bund, Bern

»In ihrer Gesamtheit gewähren die achtundzwanzig Erzählungen Einblicke in eine Welt, in der Archaisches und Modernes, Fremdes und Vertrautes sich in oft unerwarteten Konstellationen begegnen. In einem ausgezeichneten Nachwort gelingt es den beiden Herausgeberinnen, auf engstem Raum die Besonderheiten der färöischen Literatur und ihres Betriebs herauszuarbeiten, die Traditionslinien aufzuzeigen, die die so unterschiedlichen Geschichten der Anthologie miteinander verbinden – und den Leser davon zu überzeugen, dass die Färöer mit den herbstlichen Tiefdruckgebieten durchaus auch gleich die passende Abendlektüre liefern können.«

Klaus Böldl, Süddeutsche Zeitung, München

»Achtundzwanzig Geschichten, die ich wirklich mit Genuss gelesen habe und die einen farbigen Einblick geben in eine ganz spezielle Welt am Rand der Welt. Ein echter Leckerbissen für alle, die mit dem Kopf reisen wollen.«

Christian Schmid, Schweizer Radio DRS 1, "Siesta Globus"

»Gelungen. Es glaubt ja niemand, aber der absolute Mittelpunkt der Welt könnte durchaus auf den Färöern liegen.«

Kurier, Wien

»Für deutsche Leser wird erstmals eine bislang kaum übersetzte Literatur in ihrer ganzen Vielfalt zugänglich.«

Main-Post, Würzburg

»Die Anthologie öffnet die Pforten zu einem sagenumwobenen Land, denn erstmals wird eine bislang kaum übersetzte, jedoch selbstbewusste, erzähl- und experimentierfreudige Literatur für den deutschen Sprachraum zugänglich.«

Jennifer Pernau, Giessener Allgemeine

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Bibliografie

Originalsprache: Färöisch
Erscheinungsdatum: 1.8.2016
Letzte Version: 1.8.2016