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Bruno Morchio

Kalter Wind in Genua

Roman
Aus dem Italienischen von Ingrid Ickler
Ein Fall für Bacci Pagano (1)
»Bruno Morchio versteht es, seine Leser durch die akribische und kenntnisreiche Schilderung von Menschen und Schauplätzen zu fesseln.« Margarete von Schwarzkopf, NDR
 Taschenbuch
€ 9.90, FR 14.90, € [A] 10.20
broschiert
In anderer Ausgabe lieferbar
UT metro 444
320 Seiten
ISBN 978-3-293-20444-7

Kalter Wind in Genua (1)
Wölfe in Genua (2)
 
Bacci Pagano, Privatdetektiv und »Analphabet in Gefühlsdingen«, liebt Mozart, gutes Essen und die Literatur.
Sein Revier sind die Carruggi, die engen Gassen in der Altstadt von Genua, die er auf seiner amarantroten Vespa 200 PX durchkreuzt. Bei Ermittlungen für eine vornehme Familie aus dem Genueser Industrieadel stößt er auf pikante Liebesaffären und dubiose Millionengeschäfte. Doch plötzlich bekommt er einen noch viel heikleren Fall: Aus dem Studio eines linken Radiosenders wurde ein Gewehr gestohlen. Irgendjemand plant damit ein Attentat auf den Ministerpräsidenten, der Genua in diesen Tagen einen Besuch abstatten wird

Stimmen

»Viel Tempo, viel Atmosphäre, Spannung bis zum letzten Satz.«

Kieler Nachrichten

»Der versiert, gelegentlich lakonisch schreibende Morchio reiht sich mit seinen Pagano-Romanen (in Italien sind bereits vier erschienen) auf gelungene Weise in die Reihe der Mittelmeer-Chronisten ein, zwei davon nennt er gar als Vorbilder: Vázquez Montalbán und den unvergesslichen Jean-Claude Izzo.«

Helge Hopp, Park Avenue, Hamburg

»Ein spannender Krimi mit viel politischem Hintergrund, der die Atmosphäre der traditionsreichen Hafenstadt wunderbar transportiert.«

Marion Sedelmayer, Buchprofile, Bonn

»Bruno Morchio versteht es, seine Leser unter anderem durch die akribische und kenntnisreiche Schilderung von Menschen und Schauplätzen zu fesseln.«

Margarete von Schwarzkopf, NDR 1, Hannover

»Sein Können beweist der Autor in den Sequenzen, die seiner Stadt gewidmet sind: Er zeichnet ein buntes, anschauliches Porträt Genuas, zwischen Licht und Schatten, Pracht und Zerfall.«

Christina Hoffmann, 3Sat, Mainz

»Morchio zeichnet ein ebenso authentisches wie traurig stimmendes Bild der italienischen Gesellschaft. Mit Pagano hat der 53-jährige Autor eine liebenswert überzeugende Figur geschaffen.«

Anke Breitmaier, Associated Press Nachrichtenagentur, Frankfurt am Main

»Eine hinreißende, stimmige, in Timing, Tempo, Witz, Dialogführung, Lokalkolorit, Charakterzeichnung und Plot-Konstruktion höchst überzeugende, ja grandiose Schilderung Genuas, seiner Bewohner und das Sittenbild eines zeitgenössischen Staates namens Italien.«

Alexander Kluy, Die Berliner Literaturkritik

»Im Dunstkreis des Möglichen, immer dicht an der Realität entlang, erzählt Morchio die komplizierte und höchst spannende Geschichte um ein perfides politisches Intrigenspiel. Ein glänzend geschriebener intelligenter Krimi, in dem Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sehr wohl beabsichtigt sind.«

Münchner Merkur

»Ein rasanter Krimi. Mit Bacci Pagano gesellt sich ein weiterer Ermittler auf die literarische Plattform der großen zeitgenössischen Detektivfiguren, wie es etwa der Spanier Pepe Carvalho, der Chilene Heredia, der Kubaner Mario Conde oder der Franzose Fabio Montale sind. Mit Pagano spricht eine autochthone Stimme aus dem Inneren einer Gesellschaft. Auch deswegen ist dieser Krimi mit dem Genueser Privatdetektiv so überaus faszinierend: Trotz der morbiden Stimmungsbilder, die er im Laufe seiner zahlreichen Streifzüge durch die Genueser Altstadt transportiert, gelingt es ihm, seine Leidenschaft für ›La Superba‹ an seine Leser weiterzugeben.«

Ute Evers, Neues Deutschland Literaturbeilage Frankfurter Buchmesse 07, Berlin

»›Kalter Wind in Genua‹ verkörpert eine Krimikultur, wie sie in Deutschland gänzlich unbekannt ist. Die linksradikalen Auseinandersetzungen mit der Staatsgewalt und die darauf folgende Repression, sowie die versuchten Militärputsche und faschistischen Bombenanschläge in den 70er Jahren hatten ein Ausmaß, die die gegewärtige Aufgußdebatte über die RAF als einfach nur lächerlich erscheinen lässt. Bruno Morchio ist einer von mehreren Autoren, die sich eindeutig auf die damalige Zeit beziehen und sie über aktuelle Ereignisse verarbeiten.«

Terz-Stadtzeitung, Düsseldorf

»Eine genauso kriminalistische wie durchaus aufrichtige Hommage an seine Heimatstadt Genua. Liebevoll wie kämpferisch beschreibt Morchio die jüngere Geschichte der Stadt mit ihren schon seit längerem andauernden Umwälzungen.«

Hammett Krimibuchhandlung-Online, Berlin

»Bruno Morchio legt mit ›Kalter Wind in Genua‹ einen gut durchdachten Krimi vor, der immer wieder Genua in den Mittelpunkt der Handlung stellt. Morchio gelingt es, einen politischen Krimi zu schreiben, allerdings, und das macht die Qualität dieses Buches aus, völlig ohne Zeigfinger. Interessant, fesselnd und unbedingt empfehlenswert!«

Thorsten Stegemann, SWO-Die Virtuelle Kulturregion, Karlsruhe

»Bruno Morchio kennt seine Stadt und er kennt sein Land, auch wenn er zuweilen beides nicht wiederzuerkennen glaubt. Sein Roman ist ein lebendiges Zeugnis der Wandlung Italiens, ein mutiges Plädoyer für Wahrhaftigkeit und eine Detektivstory der Extraklasse.«

Alexander Bolz, Schlendrian Stadtmagazin, Lüneburg

»Mit Bacci Pagano bekommt die Riege der mediterranene Schnüffler und Privatdetektive von Pepe Carvalho über Fabio Montale bis zu Proteo Laurenti Nachwuchs. Bruno Morchio hat einen illustren Typen geschaffen, der seine Wurzeln in den Utopien der 68er hat, Klassik und Kulinarisches liebt, Herz und Härte in sich vereint sowie einen gesunden Realismus pflegt.«

Karsten Herrmann, Titel-Magazin: Literatur und mehr, Osnabrück

»Der Terror bildet die Klammer für diese Geschichte, die wie nebenbei auch von der Mafia, von dekadentem Geldadel, Zwangsprostitution und den Schicksalen illegaler Immigranten erzählt, von den Globalisierungsprotesten und Polizeiwillkür. Es ist ein Füllhorn an Themen das Morchio da anpackt und schlüssig verknüpft. Er weiß kompakt zu erzählen, führt seine Stränge gekonnt, auch wenn man zwischendurch meint, er habe den einen oder anderen aus den Augen verloren. Bei Morchio gibt es keine heile Welt. Ausruhen kann sein Detektiv nur bei Mozart und seinem Freund, dem Kommissar. Auch Genua ist nicht nur Kulisse. Bei Morchio verschmilzt die Geschichte mit der Stadt.«

Frank Rumpel, Krimilesereihe.de, Tübingen

»Die eigentliche Hauptfigur ist die Stadt Genua zwischen den Palazzi der alteingesssenen und reichen Familien und den heruntergekommenen Vierteln am Hafen. Dort bewegt sich Pagano auf seiner Vespa und benimmt sich öfters daneben, steht aber immer auf der richtigen Seite.«

Wolfgang Bortlik, 20 Minuten, Zürich

»Ein intensiver Einblick in die Verstrickungen einer italienischen Großstadt.«

Gabriele Neumann, Oberhessische Presse, Marburg

»Die Hafenstadt liefert mit den verwinkelten Gassen der Altstadt und ihren Bewohnern aus aller Herren Länder eine überaus pittoreske Kulisse und ist ein Brennpunkt sozialer Probleme, was das Verbrechen gedeihen lässt.«

Österreich, Wien

»Bruno Morchio gibt seiner Figur den Trotz und das marode Außenseiterethos der romantischen Ermittler aus der Schule Raymond Chandlers. Wer akzeptiert, dass ein Krimiheld im Schutz des Autors trotz aller Attacken letztlich unantastbar im Dreck herumbohren darf, bekommt hier einen Roman über ein Italien, in dem kritische Geister nicht sicher sind, wo die Trennlinie zwischen Raffgier, Terror und Staatsstreich von oben verläuft.«

Thomas Klingenmaier, Stuttgarter Zeitung

»Wir erleben nicht nur einen spannenden Krimi, sondern begleiten den Helden auch auf seinen Wegen durch die engen Gassen und alten Viertel Genuas, in denen wir uns am Ende bald so heimisch fühlen, dass auch der kalte Wind unseren Wunsch nicht wegblasen kann, den Schauplatz dieses Romans bald zu besuchen.«

Barbara Steinbauer, Radio Aktiv, Hameln

»Bacci Pagano, dieser menschliche, allzu menschliche Ermittler, hat Ligurien im Sturm erobert und ist jetzt dabei, ganz Italien zu erobern.«

L’Unità

»Bruno Morchio gehört zum Olymp der italienischen Krimiautoren.«

Noir Magazine

»Genua, die historischen Winkel und Gerüche seiner Altstadt werden aus einer persönlichen Perspektive geschildert, von einem Kenner der Stadt.«

Il Secolo XIX

»Jede Stadt hat ihren Dichter, der von ihren dunklen Seiten erzählt. Mailand hat Giorgio Scerbanenco, Bologna Loriano Macchiavelli und Carlo Lucarelli, und in Genua haben wir jetzt Bruno Morchio, den Schöpfer von Bacci Pagano. Morchio erzählt mit Tempo und zeichnet eine alles andere als unrealistische Sicht der aktuellen politischen Verhältnisse in Italien.«

Liberazione

»Bacci Paggano ist der perfekte Ermittler für Italien-Debütanten.«

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Essen

»Bacci Pagano ist unser ganz eigener Pepe Carvalho.«

mentelocale.it
 
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Bibliografie

Originaltitel: Bacci Pagano – Una storia da carruggi (Genua, 2004)
Originalsprache: Italienisch
Erstauflage: 18.2.2009
Auflage: 2