Leonardo Padura
Foto Ivan Giménez

Leonardo Padura

Leonardo Padura, geboren 1955 in Havanna, zählt zu den meistgelesenen kubanischen Autoren. Sein Werk umfasst Romane, Erzählbände, literaturwissenschaftliche Studien sowie Reportagen. International bekannt wurde er mit seinem Kriminalromanzyklus Das Havanna-Quartett. Im Jahr 2012 wurde ihm der kubanische Nationalpreis für Literatur zugesprochen und im Juni 2015 erhielt er den spanischen Prinzessin-von-Asturien-Preis in der Sparte Literatur. Leonardo Padura lebt in Havanna.

Ausführliche Biografie

Eigentlich hatte der 1955 in Havanna geborene Autor Leonardo Padura seine Karriere als Journalist begonnen: Nach dem Abschluss des Lateinamerikanistik-Studiums in Havanna schrieb er zunächst für die Zeitschrift El Caimán Barbudo. Drei Jahre später wurde er wegen »ideologischer Probleme« strafversetzt zur Zeitung Juventud Rebelde.

Bald gehörten seine Reportagen zu den meistgelesenen in Kuba, vielleicht auch deshalb, weil er sich nicht scheute, auch entlegene und unbequeme Themen aufzugreifen. Nach 1989 folgten sechs Jahre als Chefredakteur bei der Kulturzeitschrift La Gaceta de Cuba.

Die Kriminalromane seines Havanna-Quartetts sind für Leonardo Padura denn auch nur ein Vorwand, um von der kubanischen Gesellschaft zu erzählen, und das Gewissen seiner Generation einer Prüfung zu unterziehen. Nebst dem Havanna-Quartett, das ihn international bekannt machte, veröffentlichte Padura mehrere Romane sowie Bücher mit gesammelten Erzählungen und Reportagen. Für seine Werke wurde er in Kuba und auch international vielfach ausgezeichnet, unter anderem mehrmals mit dem spanischen Premio Hammett sowie 2012 mit dem kubanischen Staatspreis Premio Nacional de Literatura de Cuba. Im Juni 2015 erhielt er den spanischen Prinzessin-von-Asturien-Preis in der Sparte Literatur.

Leonardo Padura lebt in Kuba.

Stimmen

»Seine Romane sind kritische Liebeserklärungen an Kuba, die oft weit in die Vergangenheit zurückreichen, aber doch in der Gegenwart ankommen. In ihnen erweist sich Padura als einer der großen Autoren der gegenwärtigen Weltliteratur.«

Wilhelm Roth, DIE WELT, Berlin  Online einsehen

»Leonardo Padura war der Erste, der das Genre des Kriminalromans, den noir, wählte, um uns Kuba so nahe zu bringen, wie es Berichte und Studien nie können.«

Il Sole 24 ore, Mailand

»Wer Kuba verstehn will, muss Leonardo Padura lesen.«

Martina Scherf, Süddeutsche Zeitung, München  Online einsehen

»Man in dieser Auswahl den Wandel in Kuba ablesen und wie Leonardo Padura als Schriftsteller darauf reagiert hat. Er bringt uns eine fremde, ferne Welt näher und veranschaulicht zugleich sehr konzentriert und dicht Menschenschicksale und Liebesdramen, die universell sind.«

Stefan Berkholz, WDR 3, Köln

Nachrichten

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    Werke von Leonardo Padura

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    Die Suche nach der Schwarzen Madonna führt Mario Conde tief in die Vergangenheit.

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    »Wer Kuba verstehen will, muss Leonardo Padura lesen.« Martina Scherf, Süddeutsche Zeitung
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    Aufbruch, Exil, Heimkehr – zweihundert Jahre Kuba als Roman
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    »Ein Roman über den schmerzhaften Verlust von Hoffnung und Illusionen. Die perfekte Mischung aus historischem, Gesellschafts- und Kriminalroman.« El País
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    »Wer diesen mitreißenden, faszinierenden, ernüchternden Roman gelesen hat, versteht die Geschehnisse, die das 20. Jahrhundert geprägt haben, besser. Unweigerlich verfällt man diesem Werk.« Heraldo de Aragón
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    »Havanna war die aufregendste Stadt der Welt! Die Nacht hörte nie auf. Als wärs das Normalste, hast du zwischen Marlon Brando und Cab Calloway gesessen, gleich neben Errol Flynn und Josephine Baker. Mit all den verrückten Leuten, den besten Musikern, die Kuba je hervorgebracht hat.«
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    War Hemingway ein Mörder?
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    »Die Identität und die Realität Kubas sind für mich eine Obsession.« Leonardo Padura
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    »Vom Unterschied zwischen Sein und Schein, von der Notwendigkeit, sich zu verwandeln und so zu tun als ob: der Transvestismus als Grundbedingung des menschlichen Seins.« El Mundo, Madrid
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    »Ein Frühlingsbuch, ein Kuba-Buch, ein Liebesroman – so ein Buch kann man nicht überbieten.« Andreas Ammer, Bayerischer Rundfunk

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    Mario Conde, der belesene und melancholische Polizist aus Havanna, erkundet den kubanischen Alltag.
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    Das komplette Havanna-Quartett