Thomas King

DreadfulWater kreuzt auf

Kriminalroman
Aus dem Englischen von Monika Blaich und Klaus Kamberger
»Der kanadische Romancier Thomas King erweist sich als viel versprechender Krimiautor.« Booklist
 Taschenbuch
€ 10.90, FR 16.90, €[A] 11.30
broschiert
Vergriffen. Termin Neuausgabe unbestimmt
UT metro 330
320 Seiten
ISBN 978-3-293-20330-3
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Eigentlich hat er ja den Polizeidienst quittiert, um sich ganz der Landschaftsfotografie zu widmen. Und überhaupt hat er nicht die geringste Lust, einen Mordfall aufzuklären, erst recht nicht, wenn es dabei um den gigantischen Wohnungs- und Kasinokomplex geht, der im Chinook-Reservat aus dem Boden gestampft wird. Doch was soll man tun, wenn der Hauptverdächtige ausgerechnet der Sohn der aktuellen Bettgefährtin ist? Und wenn dieser Sohn dann auch noch Mitglied der indianischen Protestbewegung gegen exakt dieses Bauprojekt und ausgerechnet just seit besagtem Mord spurlos verschwunden ist? Thumps DreadfulWater, selbst ein Cherokee, wird gegen seinen Willen in die Ermittlungen hineingezogen und versucht, den Jungen zu finden, bevor die Cops es tun.

Stimmen

»Ein humanistisches Lehrstück von äußerst seltenem Humor.«

Lars Albat, Choices, Köln

»Thomas King schreibt anschaulich und mit einem herrlich trockenen Humor, hält das Rätsel bis zum Ende offen. Dass viele Charaktere mürrische, abweisende Züge tragen, mag am Misstrauen liegen, das der indianisch-stämmigen Bevölkerung oft entgegengebracht wird – hier aber dem Selbstschutz dient. DreadfulWater jedoch hat die Ruhe weg.«

Thomas Volkmann, Interkultur, Stuttgart

»King hat keinen Indianerroman geschrieben, sondern einen Kriminalroman, der im Indianerreservat spielt. Bei ihm gibt es keine Fährtenleser, keine mystischen Rituale, keine tief verwurzelte Verbindung zur Landschaft, keine Betroffenheit, dafür spannende Lektüre, die ungewöhnliche Einblicke gewährt und dabei bestens unterhält.«

Frank Rumpel, Titel-Magazin, Karlsruhe  Online einsehen

»Thumps ist urban, gerät auf leisen Sohlen außer Atem und spielt gern Golf. Kann schon sein, daß es am Ende nicht reicht, die Klischees einfach umzudrehen, die helle Freude aber ist es trotzdem: Der Medizinmann, der im Trailerpark das Internet beschwört, die alten Höhlenzeichnungen, zwischen die ein Spaßvogel wie Thomas King ein ›durchaus gelungenes Faksimile von Mickey Mouse‹ gekratzt hat. Szenen wie diese machen so frei wie das Pseudonym, unter dem King diesen Krimi ursprünglich geschrieben hat: Hartley GoodWeather. Manchmal reißt sie ja doch auf, die Wolkendecke der Tradition.«

Daniel Sundermann, Die Welt, Berlin  Online einsehen

»Der spannende Plot mit seinen originellen Figuren verzichtet wohltuend auf falsche Ethno-Romantik oder aufgesetzte Sozialkritik. Für alle!«

Uschi Licht, ekz Bibliotheksdienst, Reutlingen

»Obwohl King indianischer Abstammung ist, hat das Ganze nur am Rande mit Ethno zu tun, viel jedoch mit trockenem Humor.«

Günther Grosser, Berliner Zeitung

»Ein hintergründiger, ironischer, gut konstruierter Roman, der überzeugend von den komplizierten Mechanismen indianischen Lebens heute berichtet; spannend und kurzweilig, ohne dafür eigens den Betroffenheitsturbo einschalten zu müssen.«

Ulrich Noller, Deutsche Welle, Bonn

»Auch wenn Kings Hauptfiguren indianischer Herkunft sind, mit Ethno-Krimi hat dieser packende, mit lakonischem Humor erzählte Thriller wenig zu tun.«

Schweizer Familie, Zürich

»Der in Kanada hoch angesehene Autor Thomas King, selbst halber Indianer, hat in seinem ersten Kriminalroman nicht nur der Figur des Privatdetektivs wider Willen eine eigenwillige reizvolle Variante hinzugefügt. Das Bild, das er vom indianischen Alltag zeichnet, ist nicht mehr, wie bei Tony Hillerman, vom Konflikt zwischen Traditionalismus und zerstörerischer Moderne geprägt. Seine ›native people‹ spielen lustvoll Cowboy und Indianer und nutzen die Vorurteile der White Anglo-Saxon Protestants geschickt zu ihrer Tarnung. Schließlich geht es um sehr viel Geld.«

Tobias Gohlis, Die Zeit, Hamburg

»Ein Golf spielender Indianer als unfreiwilliger Detektiv – sehr schön, wie Thomas King in seinem Roman die Klischees der hart gesottenen Genreliteratur ebenso bricht wie die des Ethnokrimis. Ein hintergründiger, ironischer, gut konstruierter Roman, der überzeugend von den komplizierten Mechanismen indianischen Lebens heute berichtet; spannend und kurzweilig, ohne dafür eigens den Betroffenheitsturbo einschalten zu müssen.«

Ulrich Noller, wdr5, Köln

»Plot und Protagonisten sind bar jeder Exotik. Thomas King, halb Cherokee, halb Kanadier, setzt auf leise Subversion.«

Facts, Zürich

»Thomas King, ›halb Cherokee und eher Kanadier‹, betätigt sich subversiv auf dem Gebiet des Ethno-Krimis. Sein Expolizist DreadfulWater ist zwar indianischer Abstammung, hat aber nichts mit Eingeborenen-Klischees am Hut. Wenn er sich in den Wald des Stammesgebietes begeben muss, kriegt er Blasen an den Füßen. Verbrechen in geschlossenen Räumen sind schon eher sein Ding.«

Der Standard, Wien

»Kings trockener Humor kommt gut zur Geltung, und wir begegnen einigen wirklich eigenwilligen Charakteren.«

Publishers Weekly

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Bibliografie

Originaltitel: DreadfulWater Shows Up (2002)
Originalsprache: Englisch
Erstauflage: 30.3.2005
Auflage: 1