Sylvia Townsend Warner

Mister Fortunes letztes Paradies

Roman
Aus dem Englischen von Helga Weigelt
Mit einem Nachwort von Jacques Roubaud
»Ein meisterhaft ironisches Buch voll herrlicher Situationskomik, ein ruhiger Roman über die Absurditäten einer Missionarsexistenz«. Radio Galaxy Duisburg
 Taschenbuch
€ 9.90, FR 15.90, €[A] 10.20
broschiert
Vergriffen. Termin Neuausgabe unbestimmt
UT 321
192 Seiten
ISBN 978-3-293-20321-1
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Mister Fortune, ehemals Buchhalter und spätberufener Missionar, wagt sein erstes Abenteuer. Er lässt sich, als einziger Weißer, auf der Pazifikinsel Fanua nieder, um den armen Wilden die christliche Botschaft zu bringen. Doch ein listiger Dämon, unsichtbar, aber allgegenwärtig, stellt sich ihm in den Weg, um die paradiesische Insel und ihre Bewohner im Urzustand zu erhalten. Nach drei Jahren in seinem Inselparadies erkennt Hochwürden, dass seine Form der Menschenliebe nur den Seelenfrieden zerstört. Eine einzige Bekehrung ist ihm gelungen. Als der Einbaum von der Insel abstößt und ihn wieder in die Zivilisation heimführt, blickt auch der Leser wehmütig zu der am Horizont verschwindenden Insel zurück.

Stimmen

»In ihrem Roman zeigt Townsend Warner auf ironische Art und Weise, dass das Leben viel reicher und vielfältiger ist, als europäische Krämerseelen sich das vorstellen können.«

Bücherschau

»Ein meisterhaft ironisches Buch voll herrlicher Situationskomik, ein ruhiger Roman über die Absurditäten einer Missionarsexistenz.«

Radio Galaxy, Duisburg

»Eine unterhaltsame Mischung aus philosophischem Märchen und Abenteuergeschichte. Das erfolglose Streben des Timothy Fortune nach Erziehung und Veränderung der Fanuaner macht anschaulich, dass so manches einfach in seinem Urzustand viel gelungener und ausgeglichener ist, als wenn wir versuchen, es uns anzupassen und zu ›verbessern‹.«

Sibylle Haseke, WDR 4, Köln

»Wunderbar warme, zugleich spöttelnd-mokante Literatur – bei ihr lässt sich lernen, wie man den urdeutschen Mephisto-Stoff auch ganz leichtfüßig aufbereiten kann, ohne dessen Moral zu verraten.«

Florian Felix Weyh, Deutschlandfunk, Büchermarkt, Köln

»Der Missionarsroman ›Mister Fortunes letztes Paradies‹, in dem die Pastorentochter aus Harrow die globale Hybris des Christentums vor einer kleinen Pazifikinsel auf Grund laufen lässt, setzt die verschmitzt-lächelnde Zivilisationskritik, für die sie berühmt ist, brillant um.«

Der Bund, Bern

»Der Missionsroman, in dem die Pastorentocher aus Harrow die globale Hybris des Christentums vor einer kleinen Pazifikinsel auf Grund laufen lässt, setzt die verschmitzt-lächelnde Zivilisationskritik, für die Silvia Townsend-Warner berühmt ist, mindestens so brillant um wie ihr als feministisches Meisterwerk gehandelter Roman ›Lolly Willowes‹, in dem die Titelheldin, um sich gegen Kirche und Familie durchzusetzen, im Pakt mit dem Teufel zur Hexe wird.«

Der Bund, Bern

»Abenteuerroman, theologische Satire und pazifisches Märchen – dieser Roman leuchtet in den Farben von Gauguins Bildern.«

Nürnberger Nachrichten

»Ganz schlicht und brillant erzählt, ist ›Mister Fortunes letztes Paradies‹ ein kurzweiliges Lesevergnügen, das dazu anregt, sich näher mit dem Werk der Autorin zu beschäftigen, die Zeit ihres Lebens ihren Weg jenseits gesellschaftlicher Konventionen gesucht hat.«

Handelsblatt, Düsseldorf

»Die britische Autorin (1893–1978) hat einen bezaubernden, anrührenden Roman von tiefer Menschlichkeit geschrieben, der auch als Parabel auf den Kolonialismus verstanden werden kann.«

Schweizer Familie

»Der Roman liefert eine hellsichtige Kritik jener besitzergreifenden ›Liebe‹, mit der die westliche Zivilisation bis in die letzten Winkel der Erde vordringt, um sie nach ihrem Ebenbild zu formen – sei es mit Bibel oder Flinte, mit Handelskrediten oder Pauschalreisen.«

fiftyfifty, Düsseldorf

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Bibliografie

Originaltitel: Mr. Fortune’s Maggot (London, 1927)
Originalsprache: Englisch
Erstauflage: 16.2.2005
Auflage: 1