Friedrich Hitzer
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Friedrich Hitzer

Friedrich Hitzer, geboren 1935 in Ulm, war freischaffender Autor, Übersetzer und Redakteur und engagierte sich als Kulturvermittler zwischen Europa, Russland und Mittelasien. 2006 wurde er mit der Puschkin-Medaille für sein Lebenswerk als Brückenbauer geehrt. Friedrich Hitzer starb 2007.

Ausführliche Biografie

Friedrich Hitzer wurde am 9. Januar 1935 in Ulm (Donau) geboren. Er studierte Amerikanistik, Lateinamerikanistik und Russistik an der University of Oklahoma. In München setzte er seine Studien fort und ergänzte sie durch die Fächer Germanistik und Osteuropäische Geschichte. Als Doktorand war er im Rahmen des ersten Kulturabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Sowjetunion an der Lomonosov-Universität in Moskau tätig.

Er übersetzte 28 russische Spielfilme von Regisseuren wie Eisenstein oder Medwedkin. Auch Briefe von Dostojewski, Bücher von Daniil Granin, Michail Schatrow und vielen anderen im deutschen Sprachraum wenig bekannten Schriftstellern übertrug er aus dem Russischen. 2003 übersetzte er die 900 Seiten starke Autobiografie von Alexander N. Jakowlew, der als Architekt der Perestroika gilt. Seit 1987 übersetzte er die Werke von Tschingis Aitmatow ins Deutsche und begleitete ihn auf zahlreichen Lesereisen. Kurz vor seinem Tod schloss er die Übersetzung von Aitmatows Roman Der Schneeleopard ab.

1965 war er Mitbegründer der Vierteljahreszeitschrift Kürbiskern, die er bis 1987 mit herausgab und als Chefredakteur betreute. Mit seinen Romanen (zuletzt: Lebwohl Tatjana), Essays, Erzählungen und Reportagen verarbeitete er seine Erfahrungen aus der Zeit des Nationalsozialismus und des Kalten Krieges.

Auf verschiedensten Ebenen setzte er sich ein für soziale und kulturelle Belange und Initiativen wie beispielsweise für die Kulturvermittlung zwischen der Sowjetunion und Deutschland. Im Dezember 2006 wurde er mit der russischen Puschkin-Medaille für sein Lebenswerk als Brückenbauer geehrt.

Am 15. Januar 2007 starb Friedrich Hitzer in Wolfratshausen bei München.

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    Werke von Friedrich Hitzer

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    Für beide scheint es keinen Platz mehr zu geben – weder für den alten Schneeleoparden Dschaa-Bars noch für den unabhängigen Journalisten Arsen, der gegen Oligarchen und Fanatiker anschreibt.
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    »Aitmatow macht seinem Ruf als Steppen- und Gebirgspoet mit den Erinnerungen an seine Kindheit wieder alle Ehre.« Dresdner Nachrichten
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    Eine rätselhafte Erscheinung bringt die Menschheit in Aufruhr. »Mein persönliches Echo auf die Zeit nach der Perestroika.«
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    Tschingis Aitmatows geistiges Vermächtnis
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    Tschingis Aitmatow erzählt von seiner Jugendzeit in Kirgisien, über sein Heimatdorf Scheker, von den harten Erfahrungen unter Stalin und seinen Anfängen als Schriftsteller.
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    »Ein großes Epos der Untergänge, ein kraftvoller Roman.« Westfälischer Anzeiger
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    »Aus Aitmatows Tiergeschichten spricht eine innere, intuitive Verbundenheit.« Der Oberhasler