Garry Disher

Hinter den Inseln

Roman
Aus dem Englischen von Peter Torberg
Liebe, Krieg und Verrat vor dem Hintergrund der zusammenbrechenden Kolonialreiche in Südostasien
 Taschenbuch
€ 14.95, FR 19.90, €[A] 15.40
Broschiert
Sofort lieferbar
UT 757
448 Seiten
ISBN 978-3-293-20757-8
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Neil Quiller, Pilot der Royal Air Force, erfährt, dass der Krieg im Pazifik begonnen hat, als er von japanischen Truppen über dem malaiischen Dschungel abgeschossen wird. Nun beginnt eine dramatische Flucht im Chaos der zusammenbrechenden Fronten und vorrückenden japanischen Truppen.

Im belagerten Singapur findet er Liebe und Freundschaft und ergattert einen Platz auf dem letzten Flüchtlingsschiff. Das Schiff wird versenkt, auf einer schwimmenden Tischplatte erreicht er schließlich Sumatra, wo er seine Geliebte wieder trifft. Die Weiterreise scheint unmöglich. Doch Quiller will um jeden Preis zurück nach Australien.

Stimmen

»Die Eindringlichkeit seiner Beschreibungen eines zerfallenden Paradieses und die Behutsamkeit, mit der er in kleineren Episoden das Gute beschwört, machen ›Hinter den Inseln‹ zu einer beeindruckenden Lektüre, durch die man zudem einiges über einen unbekannteren Teil der Weltkriegsgeschichte erfährt.«

Anke Breitmaier, Dresdner Neueste Nachrichten

»›Hinter den Inseln‹ ist ein Krimi, literarisches Zeitdokument und Liebesroman in einem. In der gelungenen Übersetzung, die Dishers detaillierte Sprache lebendig hält, öffnet sich eine spannungsreiche und vielseitige Geschichte. Die Kriegs-Schauplätze Asien und Australien bilden dabei nur den Rahmen. Im Kern geht es um den Verlust von Moral, um das Hierarchiedenken der Kolonialmächte, und um die Ironie des Schicksals. Vor allem aber erzählt das Buch von der Bodenhaftung eines Piloten, der in den Zeiten des Krieges Mensch bleibt. Ein Blick hinter die Inseln, der sich lohnt.«

Jochen Marmit, Saarländischer Rundfunk

»Disher widmet sich zwar ausführlich den Kriegsereignissen, im Mittelpunkt stehen aber menschliche Schicksale. Der bewegende Roman kommt ohne Schwarz-Weiss-Malerei aus. Er zeigt, dass alle Menschen verrohen und zu Verrat oder Mord fähig sind, wenn das eigene Leben bedroht ist.«

Neue Luzerner Zeitung

»Eine abenteuerliche Odyssee durch die asiatische Inselwelt. Der Roman entwickelt einen enormen Sog. Garry Disher hat beim Krimischreiben gelernt, dramatische Spannung zu erzeugen. Es geht ihm aber um mehr: sein Held Neil erfährt, wie unter der ständigen Todesdrohung des Krieges die Menschen ihr wahres Gesicht zeigen. Er wächst an den Herausforderungen, findet ein Stück zu sich selbst.«

Johannes Kaiser, DeutschlandRadio, Köln

»Der Australier hat einen mitreißenden Roman geschrieben, der in exotischen Breiten in Zeiten der japanischen Invasion Malaysias (damals Malaya) spielt.«

Jürgen Schild, Stadtmagazin, Mönchengladbach

»Der Roman ist bewegend und spannend wie ein Thriller, erzählt er doch von Liebe und Verrat in Zeiten des Krieges. Dabei gelingt es dem australischen Autor, ohne Schwarz-Weiß-Malerei auszukommen. Die Eindringlichkeit seiner Beschreibungen eines zerfallenden Paradieses und die Behutsamkeit, mit der er in kleineren Episoden das Gute beschwört, machen ›Hinter den Inseln‹ zu einer beeindruckenden Lektüre, durch die man zudem einiges über einen unbekannten Teil der Weltkriegsgeschichte erfährt.«

Anke Breitmaier (AP), Oldenburgische Volkszeitung, Vechta

»Der Roman bringt Kriegsgeschehen und starke Gefühle, den Zusammenbruch der englischen und niederländischen Kolonialmächte, Spionage und technische Modernisierung zusammen. Alles verschmilzt zu einem historischen Roman der Moderne. Spannende Unterhaltung mit Tiefgang für junge Erwachsene bis Senioren/-innen.«

Rundbrief Darmstadt

»Spannende Unterhaltung mit historischem Hintergrund.«

Ellen Pomikalko, Buchmarkt, Meerbusch

»Mit Geschick umgeht Garry Disher falsche Zungenschläge, nie heroisiert er den Krieg und schafft doch einen atembeklemmenden Lesesog, der bis zur letzten Seite vorhält.«

Johannes Kaiser, DetuschlandRadio Berlin Literatur Live

»Eine australische Farm, zwei junge Männer, ein Mädchen und die Invasion der Japaner verdichten sich zu einem beklemmenden historischen Roman. Die beiden jungen Männer, die in den Krieg ziehen, einer davon als Pilot, verändern sich vollkommen. Der eine wird zum Lügner und Verräter, der andere versucht trotz aller Verzweiflung einen Rest von Humanität zu bewahren. Dishers Schilderung der Luftkämpfe, der japanischen Kriegsverbrechen und des kolonialen Hochmuts auf dem Malaiischen Archipel erinnern daran, dass der Zweite Weltkrieg nicht nur Europa verwüstete, sondern auch tropischen Paradiesen und uralten Kulturen auf anderen Kontinenten unermesslichen Schaden zufügte.«

Ingeborg Sperl, Der Standard, Wien

»Es ist ein Roman über Heimatlosigkeit und Rassismus, Liebe, Verrat, Krieg und Kolonialismus, der trotz ungeschminktem Realismus hohe Schmökerqualität besitzt. Disher schildert den Zweiten Weltkrieg endlich mal aus einer Sicht, die dem europäisch dominierten Geschichtsbild eine beeindruckende südostasiatische Variante beimischt.«

Alligatorpapiere.de, Wuppertal

»Hier zeigt sich die ganze Kunst Garry Dishers, die Schicksale seiner Protagonisten miteinander zu verflechten. Der Autor herrscht über zwei Parallelwelten in seinem Roman ›Hinter den Inseln‹. Aus der Sicht Neil Quillers schildert er drastisch einen schmutzigen, grausamen Krieg, der auch vor der Zivilbevölkerung nicht Halt macht, aus der Sicht Jeannies die Ohnmacht und Ungewißheit derer, die sich in der Heimat irgendwie behaupten müssen.«

Frank Fingerhuth, NDR Kultur/Kulturelles Wort, Hamburg

»›Hinter den Inseln‹ erzählt nicht nur ein fast vergessenes Kapitel des 2. Weltkriegs, sondern auch vom Kolonialismus mit seinen ungeheuren Verwerfungen, von Heimatlosigkeit, Liebe, Hass und Verrat.«

Karsten Herrmann, Titel-Magazin, Osnabrück  Online einsehen

»Ein spannendes Buch – teils Kriegsroman, teils Liebesgeschichte –, das den Leser Höhen und Tiefen menschlicher Gefühle miterleben lässt.«

Josef Schnurrer, Buchprofile/Borromäusverein, Bonn

»Spannung ist das Gesetz dieses Romans. Szenen des Krieges wechseln mit denen von der ›Heimatfront‹ ab. Bei Geschehnissen um Jeannie im australischen Norden exponieren sich Mut und Feigheit, Selbstlosigkeit und Selbstsucht, genau wie bei den Soldaten ›hinter den Inseln‹. Überhaupt sollten die Deutschen am wenigsten einem Roman zum Vorwurf machen, daß er spannend ist. Gegenüber aller sentimental patriotischen Feier von Kriegsheldentum, die in Australien stets ein politischer Cantus firmus gewesen ist und in manchen Teilen der Welt gerade wieder reüssiert, dürfte solch ein Buch ohnehin eher willkommen sein. Es ist außerdem vorzüglich mit geschickt transponierter Idiomatik ins Deutsche übersetzt.«

Gerhard Schulz, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Die eindringliche, packende, von zwei parallelen Handlungssträngen getragene abenteuerliche Odysse inmitten eines brutalen Krieges setzt zum besseren Verständnis historische Kenntnis voraus, eignet sich als anspruchsvoller Spannungsroman schon ab mittleren Bibliotheken. Empfehlung!«

Jürgen Seefeldt, EKZ Buchbesprechungen, Reutlingen

»Der australische Schriftsteller Garry Disher lässt einen – zumindest in Europa – fast unbekannten Teil der Weltkriegsgeschichte wieder lebendig werden. Dabei gelingt es ihm, den Leser sogartig in die Geschichte hinein zu ziehen. Dishers Schilderungen sind so präzise, so detailliert, dass man glaubt, den Durst, den Hunger und die Erschöpfung der Flüchtlinge selbst zu spüren. Garry Disher ist zweifellos ein Autor, der packend erzählen kann. Das hat er schon mit seinen Krimis bewiesen. Mit seinem neuen Roman, an dem er fünf Jahre schrieb, hat sich Disher weiterentwickelt und sich erfolgreich auf das Terrain des historischen Romans begeben. Die rund 380 Buchseiten rauschen förmlich vorbei. Zugleich aber legt das Buch – und das ist seine besondere Qualität – die Grausamkeit und Absurdität des Krieges offen. Disher zeigt wie dünn die Fassade der Zivilisation ist, wenn sich Menschen in Extrem-Situationen befinden. Vor allem aber ist ›Hinter den Inseln‹ eine Parabel über die Sehnsucht nach Heimat in einer sich auflösenden Welt.«

Ralf Bosen, Deutsche Welle, Bonn

»Ein RAF-Pilot irrt 1941, mitten im Krieg gegen die Japaner, durch die kollabierenden Reiche Südostasiens, um in seine Heimat Australien zurückzukommen. Auch so kann Weltkriegsliteratur aussehen. Hervorragend!«

Peter Hiess, Wienerin

»Ein fesselnder und bewegender Roman über die Sehnsucht nach Heimat in einer Welt, in der kein Punkt auf dem Kompass mehr da ist, wo er war.«

Sydney Morning Herald

»Diesem Roman gelingt etwas Ungewöhnliches: als temporeicher literarischer Page-Turner gleichzeitig tief in die Psyche der Charaktere einzutauchen.«

Herald Sun, Melbourne

»Ein authentisches und actionreiches Panorama jener Zeit, als das Leben auf dem Kopf stand und niemand wusste, was der nächste Tag bringen würde.«

Herald Sun, Melbourne
 

Autoren-Seiten

Andere Werke von Garry Disher

Cover
Ein Vergewaltiger in Polizeiuniform, Raubüberfälle und eine Meisterdiebin halten Hal Challis in Atem.
Cover

»Der perfekte Einstieg in das großartige Werk Garry Dishers.« The Seattle Times

Cover
»Ein seltenes Vergnügen. Ein Autor ersten Ranges.« The New York Times
Cover
»Bestürzend realistisch und gut recherchiert, ist dieser preisgekrönte Roman ein knisterndes Lesevergnügen.« South Coast Register
Cover
»Disher ist ein Autor der Extraklasse.« Ralf Stiftel, Westfälischer Anzeiger
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»Garry Disher ist zur Zeit einer der besten Kriminalschriftsteller der Welt.« Ulrich Noller, WDR
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»›Drachenmann‹ ist Dishers Meisterwerk.« Sydney Morning Herald

Andere Werke von Peter Torberg

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»Das ewige Dreieck: Mann, Frau und Wal. Aber ich verrate Ihnen was: Ich mache da nicht mit. Der Fisch muss weg. Ha!«
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»Mdas faszinierende Erzählkunst zeigt die Macht der Vergangenheit in der Gegenwart.« Nadine Gordimer
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»Garry Disher ist zur Zeit einer der besten Kriminalschriftsteller der Welt.« Ulrich Noller, WDR

Bibliografie

Originaltitel: Past the Headlands (2001)
Originalsprache: Englisch
Erstauflage: 20.2.2017
Auflage: 1