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Memduh Sevket Esendal

Die Mieter des Herrn A.

Roman
Aus dem Türkischen von Carl Koß
Mit einem Nachwort von Monika Carbe
Türkische Bibliothek
Glücksspiel, Korruption und frivole Damen
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€ 19.99
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224 Seiten (Geschätzter Umfang)
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Sabahattin Ali: Der Dämon in uns
Oğuz Atay: Der Mathematiker
Yusuf Atilgan: Der Müßiggänger
Ayşe Kulin: Der schmale Pfad
Murat Uyurkulak: Zorn
Memduh Sevket Esendal: Die Mieter des Herrn A.
Hasan Ali Toptaş: Die Schattenlosen
Aslı Erdoğan: Die Stadt mit der roten Pelerine
Leylâ Erbil: Eine seltsame Frau
Hundert Jahre Türkei
Im Reich der Schlangenkönigin
Kultgedichte
Liebe, Lügen und Gespenster
Halide Edip Adivar: Mein Weg durchs Feuer
Ahmet Ümit: Nacht und Nebel
Murathan Mungan: Palast des Ostens
Ahmet Hamdi Tanpinar: Seelenfrieden
Adalet Ağaoğlu: Sich hinlegen und sterben
Halid Ziya Usakligil: Verbotene Lieben
Von Istanbul nach Hakkari
Die ganze Türkische Bibliothek - limitiertes Sonderangebot
 

In einem Mietshaus findet sich eine bunt zusammengewürfelte Gesellschaft wieder. Dem Vermieter selbst, dem einstigen Banditen Ayasli, geht es weniger um die Mieteinnahmen als um die Geselligkeit. Da ist Iskender, ein smarter junger Mann, der vorgibt, eine Fabrik für Betonziegel zu besitzen, tatsächlich aber Opiumextrakt herstellt. Der Ich-Erzähler, ein junger Bankangestellter, lässt sich umgarnen von Dienstmädchen, arbeitssuchenden Damen und leidenschaftlichen Frauen, die dem Glücksspiel frönen. Trotz seines Vorsatzes, sich so weit wie möglich von dieser kuriosen Gesellschaft fernzuhalten, ist er mehr in die Geschehnisse verwickelt, als ihm lieb ist. Schließlich geht er gestärkt aus dieser Schule des Lebens hervor und heiratet am Ende die Tochter eines alten Bekannten.

Ein großer Sittenroman aus der Gründerzeit Ankaras, schillernd wie ein Kaleidoskop.

Stimmen

»Esendal mag bei seiner Gesellschaftsstudie da und dort etwas kräftig in den Farbtopf gegriffen, die markanten Akzente gar zu dicht gesetzt haben; aber sein Roman vermittelt eine ungewohnte Perspektive auf die sozialen Verwerfungen, die der forcierte Wandel der Türkei zur modernen, westlich orientierten Republik mit sich brachte.«

Angela Schader, Neue Zürcher Zeitung

»Ein realistisches Bild der jungen Republik, dessen Sprache jedermann verstehen sollte, war das literarische Ziel des Autors, der unter Atatürk parteipolitische und diplomatische Ämter innehatte. Wesentlich war Esendal an der türkischen Sprachreform beteiligt. Der Roman erschien 1934. Mit sanfter Ironie skizziert Esendal seine Romanfiguren. Ein Kernpunkt ist die beginnende Berufstätigkeit und damit Unabhängigkeit von Frauen, aber auch deren eigene Vorbehalte dagegen. Der heutige Leser kann sich an den Personenschilderungen delektieren, muss aber gleichzeitig Abschied nehmen von einem Türkeibild, das das Land als bis vor wenigen Jahrzehnten im tiefsten Orient und islamischen Lebensgewohnheiten verankert ansieht.«

Pauline Lindner, Borromäusverein / St. Michaelisbund Buchprofile, Bonn / München
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(Übersetzung)

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Bibliografie

Originaltitel: Ayas¸li ile Kiracilari (1934)
Originalsprache: Türkisch
Erscheinungsdatum: 1.4.2019
Letzte Version: 8.3.2019