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Salim Alafenisch

Die Feuerprobe

Erzählung
Salim Alafenisch erzählt eine Geschichte, die wie ein Zauber klingt, aber wahr ist. Als Kind hat er sie selbst erlebt.
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144 Seiten (Gedruckte Ausgabe)
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Salim Alafenischs Stamm in der Negev-Wüste wird von einer Nachbarsippe des Mordes verdächtigt. Als alle Vermittlungsbemühungen scheitern, willigt der Vater, der Scheich des Stammes, in die radikalste Wahrheitsprobe ein, die das uralte Recht der Beduinen kennt: die Feuerprobe. Wenn sein ältester Sohn diese besteht, gilt der Stamm als unschuldig. Wenn er sie nicht besteht, müssen vier Männer zur Sühne sterben.

Nun beginnt ein Drama, das sich über viele Jahre hinzieht. Kriege ziehen ins Land, das alte Leben der Beduinen wird umgewälzt. Das Geheimnis der Feuerprobe wird Salim Alafenisch nicht mehr loslassen. Er reist zurück zum Feuerproberichter und erforscht dieses Ritual, das bis zum heutigen Tag unter der Oberfläche der Moderne weiterlebt.

Stimmen

»Schlicht und zugleich rätselhaft ist dieses Buch. Der Wunsch, ein Geheimnis zu ergründen, treibt den Leser voran. Es schaudert einen, aber es ist doch wohl so fremd nicht. Die Hand ins Feuer legen – bis zum 13. Jahrhundert soll diese Form des Gottesurteils auch hierzulande üblich gewesen sein. Man sucht nach rational fassbaren Erklärungen. Verbrennt sich nicht, wer reinen Herzens ist?«

Irmtraud Gutschke, Neues Deutschland, Berlin

»Hier wird keine Exotik bestaunt, hier wird an eine alte Kultur respektvoll erinnert und Fremdes vermittelt. Das kann nur gute Literatur vollbringen.«

Jörn Pinnow, Literaturkurier, Berlin

»Ins Lot gerät die Waage der Gerechtigkeit für die Nomaden der Wüste ausschließlich im Appell an eine Magie, die unzerstörbar den Zeiten trotzt. Alafenisch hat dieser Magie ein gerade in seiner Schnörkellosigkeit beredtes Zeugnis ausgestellt.«

Hartmut Buchholz, Badische Zeitung, Freiburg i.Br.

»Den Rahmen für seine fesselnde Erzählung steckt der Autor mit sparsamsten Mitteln aus. Die drei Radiosender – Ägypten, Jordanien und Israel -, aus deren divergierenden Nachrichtenbulletins Alafenischs Vater jeweils die ungefähren Tatsachen herauszufiltern versucht, markieren das von wachsenden Spannungen belastete politische Umfeld.«

Angela Schader, Neue Zürcher Zeitung

»Salim Alafenisch lässt vor dem inneren Auge des Lesers eine idyllische Kindheit lebendig werden und schildert gleichzeitig, wie ein intaktes System, in dem uralte, zutiefst humane Werte die Gemeinschaft prägen, Stück für Stück vernichtet wird.«

Kerstin Achenbach, 3Sat, Mainz

»Hinter dem schmalen Buch versteckt sich ein veritabler Krimi aus dem Negev, den Salim Alafenisch aber unaufgeregt in eine ganz andere Richtung erzählt. Das ist der Stoff, aus dem Thriller gemacht werden. Ein heimtückischer Mord, Spuren im Sand, Blutrache, Politik und Krieg. Es ist der Verdienst von Alafenisch, dass er keinen Wüstenkrimi daraus gemacht hat, sondern ein eindringliches Buch.«

Martin Walker, Schweizer Buchhandel, Zürich

»Das Buch besticht durch all die Qualitäten, die auch seine anderen Werke auszeichnen: Ein geradezu orientalisches Erzähltalent, das auch die zeitnahen Ereignisse in den konfliktträchtigen 60er Jahren auf der Sinai-Halbinsel wie eine Geschichte aus Tausendundeiner Nacht wirken lässt, ohne die kritische Darstellung der Konflikte im Nahen Osten in zu poetischem Lichte erscheinen zu lassen; eine genaue Beobachtungsgabe; gut gezeichnete Charaktere; eine gelungene Mischung aus Realität und fiktionaler Bearbeitung. Ein Buch, das die Leser in seinen Bann zieht. Für alle Bestände.«

Günter Bielemeier, Borromäusverien - Buchprofile, Bonn

»Salim Alafenisch stellt ein Ritual vor, dass Teil der arabischen Gesetzgebung ist, nicht der religiösen ›Scharia‹, sondern Teil des Gewohnheitsrechts, das beispielsweise die Beduinen anwenden. Alafenisch hat der Fall und dieses Ritual so sehr geprägt und fasziniert, dass er darüber forschte und schon zwei Jahre nach der Rechtssprechung den Feuerproberichter wieder besuchte. Auch für den Leser ist diese Geschichte faszinierend. Sie zeigt wohl den meisten Lesern einen völlig unbekannten Aspekt arabischer Kultur und Lebensweise. Das geht soweit, dass man sich selbst als Angeklagter bei der Feuerprobe fühlt. Eine sehr persönliche, kleine und doch große Erzählung über eine Art der Rechtsfindung, die bis heute unter der Oberfläche der Moderne weiterlebt. Mit einfachen Worten verzaubert diese Erzählung über ein magisches Ritual.«

Markus Kilp, Freies Radio Paderborn

»Salim Alafenisch beschreibt den ersten Rechtsfall seit der Staatsgründung Israels, der mit Hilfe der Feuerprobe beigelegt wurde und der den Autor duch die unmittelbare Erfahrung der Geschehnisse wie kaum eine andere geprägt hat: auch seine Doktorarbeit in Ethnologie beruht auf diesem Thema. In seinem Roman lässt Alafenisch eine Welt auferstehen, die dem westlichen Leser zwar außerordentlich fremd erscheint, ihn aber durch ihren Reichtum an lebenspraktischer Weisheit und mit ihrem erstaunlich komplexen und hochkultivierten Sinn für Gerechtigkeit gleichzeitig anzieht. ›Die Feuerprobe‹ steht den besten Werken von Autoren wie Tschingis Aitmatow oder Juri Rytchëu in nichts nach.«

Jüdische Zeitung, Berlin

»In der wunderschönen Erzählung von Salim Alafenisch ist keine Spur von Wehmut über die Veränderung zu lesen. Vielmehr gewährt er Einblick in eine Lebensweise in einem zerütteten Land – doch ohne politisierenden Beigeschmack.«

Gabriele Neumann, Oberhessische Presse, Marburg

»Das Werk Alafenischs hat seinen Reiz, weil es erfreulich subtil den Umbruch einer Zeit und einer Lebensweise vor Augen führt. Salim Alafenisch schildert mit ethnologischem Blick fast beiläufig den Einburch der Moderne in die Welt der Nomaden.«

Christian Ruf, Dresdner Neueste Nachrichten

»Sieben erfolgreiche Bücher von ihm sind vorausgegangen, bis er dieses eine, dieses ganz besondere schreiben konnte. Für die vielen Kenner und literarischen Freunde dieses großen orientalischen Erzählers ein Muss. Für andere ist das Buch die offene Tür zu einer Kultur, die vom Leben der Stammesgesellschaften und ihrem Überleben in einer per se feindlichen Natur geprägt war, bevor die Negev-Beduinen in den letzten Jahrzenten sesshaft gemacht wurden. Mit der ›Feuerprobe‹ hat er wahrgemacht, was er schon vor 20 Jahren versprochen hat: Er werde noch eine ganze Karawane von Geschichten seines Volkes auf die Reise schicken. Diese, eine sehr authentische und persönliche, gehört zu seinen besten.«

Manfred Fritz, Rhein-Neckar-Zeitung Magazin, Heidelberg

»Beeindruckend erzählt Salim Alafenisch von einer Gerichtsverhandlung in der Wüste, die nach überlieferten Riten erfolgt.«

Marlen Schachinger, Buchkultur, Wien

»Salim Alafenisch breitet nicht nur eine Fallgeschichte aus, sondern vermittelt Lebens- und Denkweise der Beduinen, ihr Zeitverständnis, ihre ausgeklügelten Verhandlungsrituale, geleitet von Regeln, Erfahrung und Wissen. Doch obwohl er selbst zurückgekehrt ist zu dem Feuerproben-Richter in Ägypten, ihn beobachtet und befragt, Formulierungen zur Schuld eingesehen sowie Fall-Situationen zusammengestellt hat: Das Geheimnis dieses in religiös aufgeladener Atmosphäre stattfindenden Rituals bleibt bestehen.«

Barbara Wahlster, Deutschlandradio Kultur, Berlin
 

Nachrichten

Autoren-Seiten

Andere Werke von Salim Alafenisch

Cover

»Heiteres, Tragisches, Erotisches, vermischt mit einer Prise Magie.« Sandammeer.at

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»Ein Mann ist nicht wie ein Kleid, das man beliebig austauschen kann. Mit ihm verbringst du ein ganzes Leben, das will gut überlegt sein.«
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»Verpackt in einen mühelos wirkenden, freien Erzählstrom sprechen Alafenischs Geschichten Herz und Humor an.« Süddeutsche Zeitung
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»Ein langer, farbiger Traum.« Klio
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Salim Alafenisch erzählt vom Triumph der Liebe über den Zyklus der Natur. »Alafenischs Sprache – ein bunter, kunstvoll gewebter Teppich.« Mittelbayerische Zeitung
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»Die Märchen von Salim sind nicht allein eine Einführung in das Reich von Tausendundeiner Nacht. Sie wollen aufklären über die Kultur und Denkweise im Orient.« Stuttgarter Zeitung
Cover
»Salim Alafenischs Erzählungen fließen ruhig. Der Weg ist das Ziel, die Lust am Erzählen und nicht die Kunst des Beendens bestimmt die eigenwillige Spannung dieser Geschichten. Beduinen sterben nicht am Herzinfarkt.« Die Zeit

Bibliografie

Originalsprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 6.11.2015
Letzte Version: 6.11.2015