LiBeraturpreis 2014!

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Raja Alem

Das Halsband der Tauben

Der Roman Mekkas
Aus dem Arabischen von Hartmut Fähndrich

Mekka: Eine Welt, die in der Literatur noch nie offengelegt wurde

Ausgezeichnet mit dem LiBeraturpreis 2014!

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In einer Gasse in Mekkas Altstadt wird eine unbekannte Tote gefunden, nackt, mit entstelltem Gesicht. Die Bewohner sind in Aufruhr, und allmählich kommen verborgene Geheimnisse an den Tag: verbotene Liebesbeziehungen, Familientragödien, aber auch zwielichtige Geschäfte inmitten dieser aufgewühlten Stadt, in der religiöse Tradition und brutale Spekulation aufeinanderprallen. Inspektor Nassir wird mit der Untersuchung beauftragt. Er taucht ein in die Lebensgeschichten von zwei vermissten Frauen, die an den Hindernissen ihrer Umgebung zerbrochen sind. Bald stößt er auf bedrohliche Mächte: Korruption und Immobilienprojekte bedrohen die alte, ehrwürdige, heilige Stadt Mekka.

Raja Alems Mekka ist ein Ort der Gegensätze: aufrichtig und bestechlich, reich und arm, sündig und rein. Geschichte, Gegenwart und Fantasie vereinigen sich zum Lebensbild einer Stadt, die so in der Literatur noch nie beschrieben wurde.

Prize for Arabic Fiction (Arab Booker) 2011

Auf Platz 1 der Weltempfänger-Bestenliste (Dez. 2013)

Stimmen

»Raja Alems Roman Das Halsband der Tauben bietet eine radikale Verwerfung der patriarchalischen Zwangsordnung und zudem eine Studie über die weibliche Körperlichkeit in der islamisch geprägten Gesellschaft. Überwältigend gut erzählt, atmosphärisch dicht, sinnlich und gescheit. Auf grandiose Weise verwebt Raja Alem alte Mythen und neue Dokumente, changiert sie zwischen Traum und Wirklichkeit, einmal schlägt sie Märchentöne an, dann wiederum formuliert sie mit unerbittlicher satirischer Schärfe. Sie erzählt von einem Kriminalfall der Gegenwart und breitet zugleich die 1400-jährige Geschichte von Mekka aus, einer Stadt, die den Muslimen heilig ist und in der doch die Korruption blüht, der Immobilienboom die alten Viertel zerstört hat und mit dem frommen Tourismus ungeheure Geschäfte gemacht werden. So führt der Roman aus der Gasse der Armen in die Kreise der Immobilienmillionäre, die in Madrid ihre Zweitwohnsitze haben und ihren Frauen dort ein prassendes, jedoch streng überwachtes Leben finanzieren. Was für ein großartiger Roman! Ihn nicht zu lesen ist ein schweres Versäumnis.«

Karl-Markus Gauß, Die Presse, Wien  Online einsehen

»Die ambitionierte Saudiaraberin bietet ihrer persischen Schwester aus ›Tausendundeiner Nacht‹ punkto Phantasie und Courage würdig Paroli, und der erfahrene Übersetzer Hartmut Fähndrich hat alle Hände voll zu tun, um die komplexe Erzählung so lebensprall und farbig wiederzugeben, wie sie erdacht war. Denn von Glaubensenge und Sittenstrenge ist herzlich wenig zu finden in diesem Roman, der die unter dem repressiven Religionsverständnis erstickenden Gefühle und Begehrlichkeiten in einem taumelden Reigen vorführt und doch dem islamischen Glauben und seinen heiligen Stätten auf wundersame Art Ehrerbietung zollt.«

Angela Schader, Neue Zürcher Zeitung  Online einsehen

»Das alles ist so meisterhaft erzählt, so genial komponiert, dass ich, obwohl ich als Muslim das eigentlich nicht tun sollte, gern eine Wette darauf abschließen möchte, dass die Autorin als erste Frau aus dem islamischen Kulturkreis demnächst den Literaturnobelpreis erhalten wird. Inschallah! Der deutsche Leser hat zudem das Glück, dass das Buch in Hartmut Fähndrich einen dem Rang des Romans entsprechenden Übersetzer gefunden hat, einen Meister seines Fachs und einen Orientgelehrten, der sich in der Sprache des Qur’an ebenso gut auskennt wie im Idiom und der Lebenswelt des heutigen Arabischen.«

Laila Massoudi, Islamische Zeitung, Berlin

»Geografisch breit und historisch tief stößt Raja Alem mit ihren sich immer weiter verzweigenden Erzählungen vor. Dem Übersetzer Hartmut Fähndrich ist es trotzdem gelungen, den sehr schwierigen arabischen Text in ein wunderbar flüssiges Deutsch zu übertragen.«

Larissa Bender, Deutschlandfunk, Berlin

»Eine versiertere, empathischere und gewinnendere Erzählerin der Geschichte Mekkas als die  brillierende und zu schärfster Analyse und beißender Satire ebenso wie zu reinstem Mitgefühl bereite Vielkopfgasse kann man sich kaum denken. Das Halsband der Tauben ist unter vielen bestechenden Romanen aus dem arabischen Kulturraum vermutlich derjenige, den man auf jeden Fall gelesen haben sollte, da er unser persönliches Weltbild am nachhaltigsten zu verändern vermag.«

Florian Hunger, www.psychosemit.blogspot.de  Online einsehen

»Raja Alems mutiger Roman ist eine Monsterwelle, die den Leser in die Tiefe reißt. Wenn man den Pulsschlag verlangsamt und die Augen öffnet, entdeckt man den Reichtum dieser Unterwasserwelt. Sie ist komplex, erstreckt sich vom 7. Jh. n. Chr. bis in die Zukunft und zirkuliert zwischen Spanien und Arabien mit einem Abstecher nach Deutschland. Das Halsband der Tauben ist kein antimuslimischer Roman, vielmehr ergötzt er sich an dem geschichtlichen und kulturellen Reichtum der heiligen Stadt mit der Kaaba, dem Heiligtum der muslimischen Welt, als Zentrum.«

Julia Knopp, Buchkultur, Wien

»Raja Alem spricht provokante Themen an: weibliche Sexualität, politische und ökonomische Machenschaften. Ihr Roman transportiert diese Themen aber en passant, das Erzählen, die Literatur stehen eindeutig im Vordergrund. Der Übersetzer Hartmut Fähndrich hat eine Herkulesaufgabe souverän gemeistert. Was zunächst wie überschäumendes Erzähltemperament wirkt, entpuppt sich bei genauem Lesen als raffinierte Verknüpfung von winzigen Steinchen, die zusammen dieses in allen Farben schillernde Mosaik ergeben.«

Dina Netz, WDR 3, Köln

»Das Halsband der Tauben ist ein Roman, der sich aus unzähligen feinen Mosaiksteinen zusammengesetzt, quasi einer modernen Version von Tausendundeiner Nacht. Genauso wortgewaltig und opulent, nur bewahren hier die Geschichten nicht Scheherazade vor dem Tod, sondern das alte Mekka  vor dem Vergessen. Raja Alem zeichnet nicht nur ein intensives Porträt der sich wandelnden Stadt, sondern auch der sich wandelnden Gesellschaft. Absolut lesenswert. Ein literarischer Schatz, der entdeckt werden will.«

Reginald Hanicke, www.krimilandblog.wordpress.com

»Inspektor Nasser ermittelt – und alles, was er anpackt, zeigt uns das doppelte Gesicht dieser Stadt: märchenhafte, reine Schönheit und tiefer Glaube, aber auch eine verunsicherte Bevölkerung, Kriminalität, Geheimnisse. Raja Alems Buch ist ein ganz besonderer Spaziergang durch die vielen, abwechslungsreichen Gassen Mekkas, ein Rundgang, der unsere Krimitradition mit orientalischem Leben bereichert. Das beeindruckende Porträt einer Stadt zwischen Geschichte und Gegenwart – ein besonderer Lesegenuss.«

Jörg Pinnow, Literaturkalender Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Das Buch ist ein – wenn auch teilweise verstörend wirkendes – Meisterwerk. Der Autorin ist es genial gelungen, die verschwimmende Grenze zwischen Glaube und Realität, Traum und Albraum aufzuzeigen.«

Ania Bolte, www.siamheute.de

»Der Ort, zu dem jedes Jahr Millionen von Pilgern wandern, der Sehnsuchtsort aller gläubigen Muslime, entpuppt sich als Schauplatz ganz gewöhnlicher weltlicher Machenschaften wie Immobilienspekulationen, Erpressung und Korruption; die historischen Plätze der alten Satdt drohen unterzugehen. E-Mail und Internet gehörem zum Alltag. Jede der Hauptgestalten verkörpert einen anderen Aspekt der modernen Gesellschaft, Bildung und Belesenheit, künstlerische Fotografie, Drogen, Krankheit und Flucht in Illusionen – die Autorin zeichnet ihre Figuren in kräftigen Farben.«

Maja Petzold, www.seniorweb.ch

»Raja Alem ist eine moderne Scheherazade. Sie bietet ihre Mekka–Geschichte mal aus Sicht einer geschwätzigen Gasse dar – eben der Vielkopfgasse –, mal in heimlichen E-Mails oder Tagebüchern, mal als allwissende Erzählerin. Und immer wirkt sie glaubwürdig. Kein Wunder: Sie stammt selbst aus Mekka, hat sich mit vorislamischen Mythen und dem Leben Mohammeds beschäftigt und verknüpft ihr Wissen nun geschickt mit aktuellen Themen.«

Berner Zeitung

»Ein Krimi, der eine ganze Welt aufspannt: die Welt Mekkas. Der Roman schweift unentwegt aus, zeichnet aber gerade auf diese Weise das opulente Porträt einer Stadt und ihrer Menschen. Man kann sich in den 600 Seiten verlieren.«

Anna-Catherine Simon, Die Presse, Wien

»Ein Roman über eine Frauenleiche in Saudi-Arabien, im heiligsten Mekka, geschrieben von einer viel geehrten Frau. Das klingt für unsere westlichen Ohren, für unser von Vorurteilen gegenüber der arabischen Kultur geprägtes Wissen, nach einem unwahrscheinlichen Fall. Raja Alem beweist mit diesem nicht nur dicken, sondern dicht gestricktem Krimi das Gegenteil. Die besondere Erzählweise verführt uns in die Gassen Mekkas, wo gleich um die Ecke die Kaaba, der heilige Ort von Abraham persönlich errichtet wurde, und der jährlich von Millionen Gläubigen umrundet wird. Hier liegt also eine Leiche. Hier beginnen die Ermittlungen, die hier genauso ablaufen wie man sie aus englischen, französischen, italienischen oder amerikanischen Krimis kennt. In ›Das Halsband der Tauben‹ treffen westliche Lesegewohnheiten auf arabische Traditionen, gepaart mit einem Schuss Spannung und Verwirrung.«

Karsten Koblo, www.aus-erlesen.de

»Ein beeindruckendes Buch, das einen ganz neuen Blick auf die heilige Stadt des Islam bietet.«

Daniela Neuenfeld-Zvolsky, ekz. Bibliotheksservice, Reutlingen
 

Dies ist ein Liebling aus 40 Jahren

Weil... dieses grandiose Tableau mir eine völlig neue Welt eröffnet hat und Anlass gab, mich mit einer Vielzahl von historischen, kulturellen und religiösen Zusammenhängen zu beschäftigen. Die Wirkung dieser zudem mit einer gehörigen Prise Humor und Charme geschriebenen Geschichte aus Mekka (und Spanien) hält auch nach der Lektüre noch lange an.
Bodo Föhr
Verlagsvertreter
Weil... Raja Alem so gnadenlos ehrlich ist mit all dem, was sie zum Islam, Koran, Mekka und den Frauen zu sagen hat. Dieses Buch klingt in meinem Kopf lang nach, es ist spannend, verführerisch, geschichtsträchtig und einfach schön geschrieben. Da möchte ich eigentlich sofort konvertieren - wenn man das dann als Religionsloser kann und darf. Ja, in der Phantasie darf man sowieso alles ...
Dina Netz
Literaturkritikerin
Weil... es eins der ungewöhnlichsten und fesselndsten Bücher ist, die ich je gelesen habe: ein saudischer Krimi mit Schatzsuche, ein opulenter, mystischer Roman über die heilige Stadt Mekka, ein in allen Farben schillerndes Mosaik, das bei jedem Lesen neue Bedeutungsschichten offenbart. Unbedingt mehrmals lesen!

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Gamila und Salma – zwei Lebenswege, die im Nildelta beginnen
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»Der Erfolg dieser palästinensischen Autorin hängt damit zusammen, dass sie literarisch gekonnt umstrittene Themen bearbeitet.« Tages-Anzeiger

Bibliografie

Originaltitel: Tawq al-Hamam
Originalsprache: Arabisch
Erscheinungsdatum: 16.11.2015
Letzte Version: 16.11.2015