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Sahar Khalifa

Die Verheißung

Roman
Aus dem Arabischen von Regina Karachouli
Der aktuelle Roman aus dem Herzen Palästinas über eine dreifache Liebe: zwischen einer Christin und einem Muslim, zwischen den Generationen und zu der Stadt, die einst eine Hoffnung war — Jerusalem.
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Als der junge Lehrer Ibrahim der rätselhaften Mariam begegnet, beginnt unter den argwöhnischen Augen des Dorfes eine unmögliche Liebe. Er ist Muslim, sie Christin. Ihre unter dem christlichen Schleier versteckte Lebenslust verstört ihn. Misstrauen zersetzt ihn, als sie schwanger wird. Der Ausbruch des Krieges 1967 fällt wie ein Blitzschlag in eine ausweglose Situation. Erst nach Jahrzehnten des Exils kehrt Ibrahim in die palästinensischen Gebiete zurück und macht sich auf die Suche nach der verlorenen Mariam. Aber die Menschen, das Land und die Stadt seines Herzens haben sich zur Unkenntlichkeit verändert.

Stimmen

»Viele poetische Stellen machen den spannungsvollen Roman, dessen politischer Kontext – die Zeit vor und nach dem Sechs-Tage-Krieg – hinter den anderen Erzählsträngen stark zurück tritt, zu einem Lesegenuss.«

Wiltrud Rösch-Metzler, Schneller-Magazin, Stuttgart

»Illusion und Desillusionierung, jugendliche Schwärmerei und lebenslange Enttäuschung liegen dicht beieinander: ein großes Kunstwerk, das seinen Leser emotional packt.«

Tatjana Böhme-Mehner, Ostthüringische Zeitung

»Sahar Kalifa gelingt der Spagat zwischen Poesie und Sachlichkeit. Anrührend schildert sie die Sehnsucht der Menschen nach Frieden und einem normalen Leben. Sie bringt die palästinensischen Anliegen näher, ohne die Gegenseite zu verteufeln. Heute Täter – morgen Opfer, dieser Ablauf durchzieht das Buch wie ein roter Faden. Eine berührende Liebeserklärung an ein zerrissenes Land.«

Monika Hitchman, Blick, Zürich

»Khalifa rollt die Schnur der Erinnerung auf und erzählt uns eine Geschichte, in der Liebe und Literatur sich auf wundersame Weise vermischen. Aber auch an der Liebe zu Jerusalem leiden die Akteure. Dass wir an all dem teilhaben können, ist der großartigen Übersetzung von Regina Karachouli zu verdanken.«

Alfons Huckebrink, Neues Deutschland, Berlin

»›Die Verheißung‹ ist der anrührendste – und angesichts der Weltlage – der aktuellste Roman von Sahar Khalifa. Sie schreibt uns, wie Menschen sich anpassen und verändern, und wie aus Träumen Trauer werden kann.«

Kölner Express

»›Die Verheißung‹ ist eine melancholisch-subjektive Liebesgeschichte, leicht und modern erzählt, aber die Eleganz des Textes kann täuschen. Es geht um ein interkulturelles Drama von hoher Intensität.Die Suche nach der verlorenen Poesie ist in diesem meisterhaften Roman auch eine Suche nach der Wirklichkeit – hinter den trügerischen Bildern vom Anderen, hinter den lähmenden Klischees von der Geschichte dieses geschundenen Landes.«

Martin Zähringer, St. Galler Tagblatt

»›Die Verheißung‹ gibt Einblicke in eine Wirklichkeit, von der es in unseren Medien kaum Bilder gibt. Ibrahim trifft bei seiner Suche unterschiedliche Menschen, islamische und christliche, ganz vereinzelt auch Israelis. Die Altstadt Jerusalems, aber auch abgelegene Dörfer werden lebendig, man lernt Palästinenser kennen, die Schlager oder Soap Operas lieben, wird Zeuge von Festen und Ehekrächen, männlicher Doppelmoral und weiblichem Pragmatismus. Doch die Irritation, die der Roman über einen melancholischen alten Palästinenser auslöst, ist sicher nicht der schlechteste Effekt, den Literatur aus einem Krisengebiet haben kann.«

Sabine Rohlf, Berliner Zeitung

»Krieg und erzwungene Flucht können, so paradox es klingt, gerade für schwache Charaktere eine Zuflucht darstellen, ein lebenslanges Ausweichen vor Verantwortung. Dies ist die unbequeme Botschaft des neuen Romans der palästinensischen Autorin Sahar Khalifa.«

Stuttgarter Zeitung

»Der kurze Moment des idyllischen Miteinanders von Christen und Muslimen, den die bedeutendste Romanautorin der palästinensischen Literatur zum Ausgangspunkt ihres Romans nimmt, macht das darauf folgende persönliche Scheitern umso deutlicher.«

Alexandra Millner, Falter, Wien

»Es ist eine obsessive Liebe, die uns die palästinensische Autorin und Frauenrechtlerin in atmosphärisch aufgeladenen Bildern schildert. Die fatale Affäre zwischen einer Christin und einem Moslem scheitert weniger an deren religiöser Herkunft, als vielmehr an der Unvereinbarkeit ihrer Wunschvorstellungen, an Eifersucht und der Ohnmacht, sich dem anderen mitzuteilen.«

Berner Zeitung

»Nicht die offensichtlichen Gründe – Religion und Herkunft – standen dem Glück im Weg, Ibrahim war, anders als er geglaubt hat, auch kein ›Lückenbüßer‹ in der Liebe. Mit einer Staßenschlacht vor der Al-Aksa-Moschee endet die ›Verheißung‹ – den Titel darf man wohl ironisch verstehen – blutig, aber dennoch versöhnlich.«

Kirstin Breitenfellner, Der Standard, Wien

»Das Romeo-und-Julia-Thema bleibt aktuell, solange Glaubenskampf und andere ethnische Blutfehden die Menschen in großen Teilen der Welt tyrannisieren und die Jugend zum Opfer machen.Sahar Khalifa hat dazu eine so bedrückende wie zauberhafte Liebesromanze zwischen einer Christin und einem Muslim geschrieben.«

Sabine Dultz, Münchner Merkur

»Khalifa gelingt es, Politisches und Persönliches zu einem dichten Text zu verweben. Politik und Geschichte sind als Subtext der Liebesgeschichte präsent.«

Sarah Mersch, Allgemeine Zeitung, Mainz

»Sahar Khalifa zieht mit ihrer Stimme die Leser langsam in eine andere Welt, in der es etwas zu entdecken gibt, von dem niemand etwas ahnt, der diese Welt nur aus den Nachrichten kennt. Besonders ist auch, dass Sahar Khalifa über Werte scheibt, die es im Umgang mit ihrer Kultur zu kennen lohnt. Das Schönste aber bleibt: All das geschieht so nebenbei, als würde man ihre Heimat bereisen und dabei von Menschen lernen – eigentlich erzählt Sahar Khalifa eine Geschichte von Liebe und Selbstfindung.«

Andreas Speen, Rheinische Post, Düsseldorf

»In Jerusalem, Ramallah und Nazareth entfaltet sich die vergebliche Geschichte einer erotischen Wiederannäherung, zugleich eine subtil gewobene Geschichte der Wahrnehmung. Khalifa hat am gelungensten realisiert, was man als ›subjektive Wende‹ in der palästinensischen Literatur bezeichnen könnte.«

Martin Zähringer, Die Tageszeitung (TAZ), Berlin  Online einsehen

»Bis zum Ende desavouiert sich Ibrahim durch seine Passivität, sein Klagen, seinen bis ins Absurde vorgetriebenen Drang, Schuld stets nur bei den anderen zu sehen; ohne dass man sich deshalb endgültig von ihm abwenden mag. Denn unter der dramatisch bewegten Affäre mit Mariam ruht eine zweite Liebe, die dem Roman poetisch und behutsam eingeschrieben ist: diejenige zu Jerusalem und seiner Umgebung, zum umstrittenen und verklärten Land. Die Gassen des Jerusalemer Markts, die Geburtskirche, in deren labyrinthische Räume Mariam den Geliebten erstmals führt, die goldene Kuppel der Al-Aksa-Moschee sind dem Leser plötzlich nicht mehr nur ein Spielort der Historie und einer unseligen Gegenwartsgeschichte, sondern Lebensraum.«

Angela Schader, Neue Zürcher Zeitung

»Sahar Khalifas Buch ›Die Verheißung‹ holt den Konflikt zwischen ChristInnen, JüdInnen und PalästinenserInnen auf eine persönliche Ebene, die Frauen ganz besonders berührt. Die Liebesgeschichte zwischen dem Muslim Ibrahim und der lebenslustigen Christin Mariam entspinnt sich in einer Welt, in der die Religion eines Menschen über sein Schicksal entscheidet. In diese durch Gewalt und Unterdrückung gezeichnete, politisierte Welt führt Sahar Khalifa die Leserin auf eine wunderbar leichte Weise, die ohne Schuldzuweisungen auskommt.«

Zweiwochendienst, Berlin
 

Nachrichten

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Bibliografie

Originaltitel: Sura wa iquna wa-’ahd qadim (2002)
Originalsprache: Arabisch
Erscheinungsdatum: 16.11.2015
Letzte Version: 16.11.2015