Allen Roy Evans

Attu

Die Aleuten-Saga
Roman
Aus dem Englischen von Edmund Theodor Kauer

»Meist herrscht Dunkelheit und Kälte, Inseln werden verschlungen, neue tauchen auf; mit dem Schlag des Paddels auf das Wasser muss der Kundige nach dem Echo in dichtem Nebel den Heimweg finden .« Isabella Nadolny, Münchner Merkur

 Taschenbuch
€ 10.90, FR 16.90, €[A] 11.30
Broschiert
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UT 271
320 Seiten
ISBN 978-3-293-20271-9
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Die Aleuteninseln sind der letzte Pfeiler einer versunkenen Brücke, die einst Asien mit Amerika verband. In dieser Winterwelt mit ihren flammenden Vulkanen leben die Einwohner seit undenklichen Zeiten ihr täglich im Kampf mit der unbarmherzigen Natur gefährdetes Leben. Doch dann erfolgt die Begegnung mit dem Industriezeitalter. Das erste Schiff, das vor Attu Anker wirft, halten die Aleuten für einen ungeheuren Vogel, bis aus seinem Leib fahlhäutige Männer strömen, die von den Inselbewohnern arglos willkommen geheißen werden. Aus der gemeinsamen Otterjagd wird bald Sklaverei. Die Begegnung mit der Moderne wird zur Tragödie.

Stimmen

»Zwischen Asien und Amerika liegen die Aleuten, eine Inselkette, die Geologen als den letzten Rest der Brücke zwischen den Kontinenten betrachten. Sie wurden 1741 von Vitus Bering entdeckt und gerieten in den Folgejahren ins Visier der großen Mächte, die die natürlichen Reichtümer abtransportierten und den Menschen dort Hunger und Elend, Krankheit und schließlich Tod brachten. Anfang der 1960er Jahre schrieb der kanadische Autor Allen Roy Evans die tragische Geschichte dieser Inseln und ihrer Bewohner nieder: ›Attu – Die Aleuten–Saga‹ gehört sicher zu den berührendsten Zeugnissen arktischer Literatur.«

Friederike Raderer, Österreichischer Rundfunk, Wien

»Evans’ dichte Sprache zeichnet den Strudel immer brutalerer Ereignisse erschreckend hautnah nach. Ab der Ankunft der Pelzjäger kein wirklich ›schönes‹ Buch mehr, dafür aber ein sehr eindrucksvolles.«

Anna Huber, Associated Press AP, Frankfurt

»Großartig sind die Naturschilderungen, bewegend die menschlichen Szenen – mit ›Attu‹ setzt der Kanadier Allen Roy Evans einer untergegangenen Welt und ihren Bewohnern ein würdiges Denkmal.«

Frankfurter Rundschau

»Der Kanadier Allen Roy Evans setzt einer untergegangenen Welt und ihren Bewohnern ein unvergessliches Denkmal.«

Sonntag Aktuell, Stuttgart

»Eine packende Elegie auf ein versunkenes Volk.«

Christian Ruf, Dresdner Neueste Nachrichten

»Großartig sind die Naturschilderungen, bewegend die menschlichen Szenen – mit ›Attu‹ setzt der Kanadier Allen Roy Evans einer untergegangenen Welt und ihrern Bewohnern ein unvergessliches Denkmal.«

Franz Lerchenmüller, Kölner Stadt Anzeiger

»Evans zeichnet in dieser großen Tragödie eines kleinen Volkes am Rande der Welt von dem wir fast nichts wissen viele Einzelschicksale mit menschlicher Anteilnahme und Wärme, die Naturbeschreibungen dieses unwirtlichen Landes in Nebel und Eis und die Schilderungen der Jagdszenen sind grandios.«

Harald Schöning, Stadtanzeiger Neustadt

»Weil Evans seinem Publikum eine Landschaft vor Augen führen möchte, die nicht ihresgleichen hat, ist sein Blick auf die Natur – hier heißt das: karge, baumlose Inseln, sehr viel Wasser und unberechenbare Vulkane – ausdauernd, exakt und gleichzeitig voller Begeisterung. Evans will verstehen, was er sieht, und daraus formen, was man nicht mehr sehen kann. Er verliert das Faszinosum der Aleuten-Natur nicht eine Sekunde aus den Augen, er schildert die Steine, Gräser und Wellen, wo immer er es kann, und wenn er gleich zu Beginn die Leute von Attu auf Seelöwenjagd schickt, wenn er beschreibt, wie jeder für sich in einem fellüberzogenen Nachen quer übers Meer rudert, wie die schweren, grünen Wellen das Boot fortwährend anheben und fallen lassen, dann erzeugt das eine derart fesselnde Atmosphäre, daß man dem Autor sein gelegentliches Pathos vezeiht. Der Neuausgabe ist ein nützliches Dossier über die Geschichte der Aleuten beigegeben, nicht einmal eine Landkarte des Archipels fehlt. Die Leute von Attu fänden dort nicht nur ihre Insel, sondern könnten sich auch ein Bild von den Siedlungen anderer Menschen machen, fern im Osten. Aber seit dem Zweiten Weltkrieg wohnt auf Attu niemand mehr.«

Tilman Spreckelsen, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Ein ergreifender Roman des Kanadiers Allen Roy Evans. Unsere Zivilisation als gnadenlose Handlangerin des Todes.«

Abenteuer & Reisen, Unterhaching

»Die Geschichte eines vergessenen, ausgerotteten Volkes wird hier einfühlsam und sehr bewegend geschildert. Spannendes, anspruchsvolles Lesefutter, zugleich aber auch Auseinandersetzung mit ganz anderem Kulturverstehen, fast am Ende der Welt.«

Christiana Steger, Amtsblatt, Blumberg

»Diesem weitgehend vergessenen Volk hat der kanadische Autor Allen Roy Evans in den fünfziger Jahren mit einem großartigen Epos ein Denkmal gesetzt. Die Saga spannt einen weiten Bogen bis zum Zweiten Weltkrieg, als japanische Truppen zwei der Inseln, darunter Attu, besetzten und erst nach erbitterten Kämpfen geschlagen werden konnten. Die eigentlichen Verlierer aber waren die Aleuten.«

Klemens Ludwig, EPD-Entwicklungspolitik, Frankfurt

»Ein wuchtiges Erzählwerk, das den Menschen, der Landschaft, den Tieren Gerechtigkeit in ihrer Erkennbarkeit zukommen lässt. Grandioses Leseerlebnis!«

Nils Jensen, Buchkultur, Wien

»Die Naturbeschreibungen und die Schilderungen der Jagdszenen sind grandios. Die historischen Elemente und sozialkritischen Beschreibungen machen den Roman zu einem besonders wertvollen literarischen Werk, das der Menschheit einen Spiegel vorhält.«

Klemens Taplan, Sandammeer.at, Wien  Online einsehen

»Allen Roy Evans vermittelt grandiose Landschaften in suggestiver Schau. Ein gewaltiges Epos in Prosa.«

Tages-Anzeiger, Zürich

»Allen Roy Evans hat mit ›Attu‹ den Roman der Aleuten, die Geschichte der Inselkette, die Nordamerika mit Asien verbindet, und ihrer unglücklichen, zum größten Teil im 19. Jahrhundert ausgerotteten Bewohner geschrieben ... Evans ist ein meisterlicher Naturschilderer und zeichnet viele Einzelschicksale mit menschlicher Anteilnahme und Wärme.«

Kölnische Rundschau

»Allen Roy Evans lässt in ›Attu‹ die überlieferten Tatsachen für sich selbst sprechen ... Die Erschütterung, die von diesem spannend geschriebenen Buch ausgeht, könnte kaum größer sein, wenn der Autor zu romanhaften Ausschmückungen gegriffen hätte. Einmal mehr muss man tief betroffen erkennen, dass menschliche Gemeinheit und Grausamkeit keine Grenzen kennen.«

Tages-Anzeiger, Zürich

»Menschiches Geschehen und großartige Naturschilderungen werden zu einer fesselnden Einheit verwoben. ›Attu‹ ist die Tragödie der Ureinwohner der Aleuteninseln. In die herbe Schönheit ihrer Heimat und ihres Alltags bricht das Industriezeitalter in Gestalt russischer Pelzhändler, englisch-kanadischer Fischer, japanischer und schließlich amerikanischer Marine ein. Vergebens versuchen sich die auf dem Niveau von Steinzeitmenschen lebenden Eingeborenen gegen die wirtschaftliche und militärische Ausbeutung zu wehren. Ihr hoffnungsloser Kampf bedeutet ihren Untergang.«

Badische Neueste Nachrichten, Karlsruhe

»Vor dem Einbruch gewinnsüchtiger Eroberer in ein friedliches Inselreich berichtet erschütternd diese ›Geschichte der Aleuten‹ in Romanform. Der erfolgreiche kanadische Schriftsteller versteht es meisterhaft, historisches Geschehen mit der Dramatik von Einzelschicksalen und mit grandiosen Naturschilderungen zu einer großartigen künstlerischen Einheit zu verschmelzen.«

Neues Österreich, Wien

»Evans gibt eine wunderbare Schilderung dieses unwirtlichen Landes in Nebel und Eis. In seinen Worten erlebt das versunkene Volk der Aleuten mit seinen Riten und Lebensgewohnheiten eine Auferstehung. Evans’ Sprache führt mit dichterischer Kraft den Leser in die uralte Tragödie einer unerbittlichen, ungleichen Auseinandersetzung zwischen so genannten ›Kulturvölkern‹ und noch in der Steinzeit lebenden Menschen ... Evans singt in seinem Roman eine Elegie auf ein versunkenes Volk, das lediglich vernichtet wurde, weil sein Reich im Brennpunkt wirtschaftlicher und politischer Interessen lag.«

Westdeutsches Tagblatt, Dortmund

»Man glaubt, unter solchen Bedingungen sei eigentlich kein Leben möglich: Meist herrscht Dunkelheit und Kälte; das Meer, >das Leben gibt und nimmt<, muss mit zerbrechlichen Bidarkas überquert werden; es gibt Wirbelstürme und Vulkanausbrüche, Inseln werden verschlungen, neue tauchen auf; mit dem Schlag des Paddels auf das Wasser muss der Kundige nach dem Echo in dichtem Nebel den Heimweg nach tagelangen Strapazen finden. Ahnen die Leute von Attu, dass einst Menschen auftauchen werden, gegen die sie ebenso harmlos, hilflos und töricht sind wie die von ihnen erschlagenen Otter? Die große Tragödie eines kleinen Volkes am Rande der Welt, von der wir fast nichts wissen.«

Isabella Nadolny, Münchner Merkur

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»Wer wäre von Suzie Wong nicht bezaubert?« New York Herald Tribune

Bibliografie

Originaltitel: The Aleutian Story (1961)
Originalsprache: Englisch
Erstauflage: 1.9.2003
Auflage: 1