Michèle Maillet

Schwarzer Stern

Biografie
Aus dem Französischen von Bettina Schäfer
»Ein einzigartiges Dokument. Literarisch eindrucksvoll und in der historischen Analyse bestechend.« Virginia
 Taschenbuch
€ 7.90, FR 12.90, €[A] 8.20
broschiert
Sofort lieferbar
UT 156
194 Seiten
ISBN 978-3-293-20156-9
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Schätzungen zufolge kamen über 200 schwarze Frau und Männer aus Deutschland und den besetzten Ländern in Konzentrationslagern und anderen Internierungslagern ums Leben. Sidonie Hellénon, geboren in Martinique, Hausangestellte bei einer jüdischen Familie in Bordeaux, wird 1943 verhaftet und nach Ravensbrück deportiert. Aus Gesprächen mit Überlebenden und historischen Recherchen rekonstruiert Michèle Maillet die Erlebnisse einer schwarzen Frau im Konzentrationslager.

Stimmen

»Ein Buch, das mit klarer Sprache schrecklichstes Leid benennt, gleichzeitig aber auch die Imaginationen der Protagonistin so deutlich vor Augen führt, dass die Leserin sie selber zu spüren scheint. Lohnend zu lesen und daher sehr zu empfehlen.«

Escape

»Maillets Konstruktion von Sidonies Notizheft erzählt von verschiedenen Weisen des Standhaltens: Träume von Farben und Düften, Klänge einer anderen Welt, auch kollektive Erinnerung an die Zeit der Sklaverei und die Utopie des Widerstands.«

Susanne Hakenjos, die tageszeitung

»Erinnerungsarbeit, die sich als poetische Erzählkunst in kraftvollen Bildern voller sinnlicher Ausstrahlung ausdrückt. Ein bewegender und zugleich faszinierender Roman.«

diabolo

»Mit ihrer klaren, phasenweise auf das Minimum reduzierten Sprache versteht es Maillet, die Intensität des Lebens an der Grenze zum Sterben zu vermitteln. In keinem Augenblick verschwindet die Realität des Konzentrationslagers aus dem Bewusstsein der LeserInnen oder wird durch den Sprachstil relativiert.«

Dieter Schmidt, Aargauer Zeitung

»Dieses Buch wird neue Forschungswege eröffnen.«

Pierrette Herzberger-Fofana, Béto

»Ein engagierter Aufruf, in dieses dunkle Kapitel europäischer Zeitgeschichte Licht zu bringen.«

Die Furche

»’Schwarzer Stern’ ist ein Versuch, ein Stück schwarze Geschichte fiktiv zu entwerfen, da es kaum Zeugnisse oder Forschungen darüber gibt, ein wichtiger und neuer Mosaikstein in der Erinnerung.«

Sabine Drangsal, Blau

»Ein bis heute fortdauernder Aspekt des Rassismus liegt in der Unsichtbarkeit der Lebens- und Leidenswege schwarzer Menschen in der NS-Zeit. Michèle Maillet schreibt an gegen dieses Vergessen.«

Virginia

»’Schwarzer Stern’ ist kein historisches Dokument, kein Erinnerungsbericht einer Überlebenden, sondern die literarische Auseinandersetzung einer Autorin in Form eines fiktiven Tagebuch-Berichts, der zeigt, wie wichtig es sein kann, sich auf die eigenen Wurzeln zu besinnen und – auch in einer absolut feindlichen Umwelt – soldidarisch zu handeln.«

Claudia Schoppmann, Neues Deutschland

»Man kann das Buch nicht angemessen beschreiben, man muss es mit eigenen Sinnen lesen, mit Glauben und Liebe. Bald versteht man zwischen den Zeilen, dass das Schwarzsein in der gespenstischen Szenerie der Todeslager noch mehr als anderswo Anlaß für den Ausschluß unter Ausgeschlossenen wird.«

Lumière Noires Magazine

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Bibliografie

Originaltitel: L’Etoile Noire (1990)
Originalsprache: Französisch
Erstauflage: 14.10.1999
Auflage: 1