Tschingis Aitmatow

Das Kassandramal

Roman
Aus dem Russischen von Friedrich Hitzer
Eine rätselhafte Erscheinung bringt die Menschheit in Aufruhr. »Mein persönliches Echo auf die Zeit nach der Perestroika.«
 Taschenbuch
€ 12.90, FR 22.70, €[A] 13.30
Broschiert
In anderer Ausgabe lieferbar
UT 102
352 Seiten
ISBN 978-3-293-20102-6
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Als der weltberühmte Futurologe Robert Bork beim Flug über dem Atlantik im Anblick einer den Ozean durchpflügenden Herde von Walen versinkt, ahnt er noch nicht, daß ihn bei seiner Rückkehr ein Hexenkessel erwartet. Eine rätselhafte Erscheinung bringt die Menschen rund um den Erdball in Aufruhr: Auf der Stirn schwangerer Frauen taucht ein Zeichen auf - ein Zeichen des Kindes, das auf verstörende Weise mitteilt, es wolle in diese Welt voller Grauen nicht geboren werden.Ratlosigkeit, ja Panik ergreift die Menschen angesichts dieses unbeherrschbaren Phänomens. Natürlich passt es keinem Politiker ins Konzept, und schon gar nicht Oliver Ordok, der mitten im Wahlkampf um die amerikanische Präsidentschaft steht. Und da erscheint in der Tribune auch noch die seltsame Botschaft eines Wissenschaftlers, der sich als »kosmischer Mönch Filofej« bezeichnet.Schon immer hat Aitmatow mit seinen Romanen Erwartungen durchkreuzt, neue Grenzen gesucht. In »Ein Tag länger als ein Leben« zeigte er den Globus angesichts kosmischer Bedrohung. Im »Richtplatz« sah er die Zerstörung der Natur durch die Augen der Wölfe. »Das Kassandramal« ist seine schonungslose Ansicht über die Zustände der Welt in der jüngsten Epoche.

Stimmen

»Hier hat einer die ungeweinten und verdrängten Tränen in Prosa, in Erzählkunst, gegossen. Dazu gehört Mut und Tiefsicht.«

Zeitschrift Info 3

»Schonungslos lotet Aitmatow den psychischen und physischen Zustand des Erdballs und seiner Bewohner aus und weist dabei immer wieder auf die Verantwortung des Menschen hin.«

Science Fiction Media

»Mit ›Das Kassandramal‹ ist Aitmatow erneut ein großer Wurf gelungen. Der Leser wird zu mehrfacher Lektüre des vielschichtigen Werkes aufgerufen.«

Lübecker Nachrichten

»Das Kassandramal – ein Roman, der in seiner schonungslosen Erzählweise, wie sie für Aitmatow typisch ist, nachdenklich macht.«

Süddeutscher Rundfunk

»Ein Roman, der eine schonungslose Gesamtansicht unserer Epoche enthält und menschliche Verantwortung auslotet.«

Main-Echo

»Fern von Russland, nimmt Aitmatow feinhörig die mythischen, kosmischen, ja okkultistischen Tendenzen wahr, die apokalyptischen, endzeitlichen Stimmungen, die die Gesellschaft gegenwärtig umtreiben. Das Suchen nach der Einheit, der Ganzheitlichkeit des russischen Menschen ist ihm bestens vertraut, auch dort, wo an erster Stelle der Mensch sich selbst sucht und zum Schöpfer seiner selbst macht.«

Tages-Anzeiger

»So grundsätzlich wie nie zuvor hat sich Aitmatow in diesem Buch mit seiner eigenen Ideenwelt auseinandergesetzt und die Grenzen seines Weltbildes ausgelotet. Ein Buch, dem die einsame Lektüre nicht genügt, das die Debatte braucht.«

Neues Deutschland

»Aitmatow rührt mit dem Roman ›Das Kassandramal‹ an Grundängste der Menschen von heute. Er schafft eine in die Zukunft projizierte Mythe, die aus den Albträumen der Gegenwart gewebt ist und hier wie dort zur Frage führt: Nutzt der Mensch seine Begabung zur Vernunft, oder ist er vorprogrammiert, seinesgleichen und die Natur zu unterwerfen und sich am Ende selbst zu zerstören?«

Friedrich Hitzer, Lesart, Bonn

»Tschingis Aitmatow, weltberühmter kirgisischer Autor, hat mit ›Das Kassandramal‹ einen neuen Roman vorgelegt, der ihn auf der Höhe seiner überragenden Erzählkunst zeigt.«

BuchJournal
 

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»Ein großes Epos der Untergänge, ein kraftvoller Roman.« Westfälischer Anzeiger

Bibliografie

Originaltitel: Tavro Kassandry
Originalsprache: Russisch
Erstauflage: 10.10.1997
Auflage: 2