Nagib Machfus

Zwischen den Palästen

Roman
Aus dem Arabischen von Doris Kilias
Die Kairo-Trilogie I
Der erste Band der Kairoer Trilogie: »Der Baedeker zu Ägyptens Seele.« Newsweek
 Hardcover
€ 24.00, FR 40.90, €[A] 24.70
Broschiert
In anderer Ausgabe lieferbar
688 Seiten
ISBN 978-3-293-00182-4
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Abd al-Gawwad, der übermächtige Herrscher der Familie, ist gefürchtet und geliebt zugleich: Strotzend vor Vitalität und Lebenslust ist er ein liebenswürdiger Freund und geistreicher Unterhalter, ein Kenner von Kunst und Gesang, und nicht zuletzt ein feinfühliger Liebhaber schöner Frauen. Doch wenn er die Treppe zu seinem Palast hochsteigt, verwandelt er sich zum gnadenlosen Patriarchen, der Ehefrau, Töchter und Söhne an seinen Fäden führt. Als die Wünsche und Hoffnungen jedes einzelnen an die Oberfläche kommen, verstricken sich die Familienmitglieder immer tiefer im Geflecht ihrer verunsicherten Beziehungen.

Mehr über dieses Buch

Der Nobelpreis für Nagib Machfus galt vor allem auch seiner Kairoer Trilogie. Sie ist das Hauptwerk des Autors, ein Meilenstein der modernen arabischen Literatur. Die westliche Kritik verglich sie mit den Buddenbrooks, mit der Forsythe Saga, mit der Danziger Trilogie, mit der Comédie humaine Balzacs, nannte sie den »Baedecker zu Ägyptens Seele« … Über drei Generationen und drei Jahrzehnte hinweg wird das Leben einer Kairoer Kaufmannsfamilie verfolgt und zu einem opulenten Gemälde ägyptischen Lebens verdichtet. Abd al-Gawwad, der übermächtige Herrscher der Familie, ist gefürchtet und geliebt zugleich: Strotzend vor Vitalität und Lebenslust, ist er ein liebenswürdiger Freund und geistreicher Unterhalter, ein Kenner von Kunst und Gesang, und nicht zuletzt ein feinfühliger Liebhaber schöner Frauen. Doch wenn er die Treppe zu seinem Palast hochsteigt, verwandelt er sich zum gnadenlosen Patriarchen, der Ehefrau, Töchter und Söhne an seinen Fäden führt. Als die Wünsche und Hoffnungen jedes einzelnen an die Oberfläche kommen, verstricken sich die Familienmitglieder immer tiefer im Geflecht ihrer verunsicherten Beziehungen. Seine Ehefrau Amina, eine Gestalt von mythischer Tiefe, in der Welt der Geister heimischer als in der Welt der Menschen, wagt sich zum ersten Mal hinaus auf die Straße. Der Sohn wie die Tochter verfallen einer unschicklichen Liebe. Und draußen auf der Straße beginnt der blutige Kampf um nationale Unabhängigkeit, wird in Demonstrationen und Streiks das Ende des britischen Protektorates gefordert. Abd al-Gawwad’s Familie bleibt von der Tragik der Ereignisse nicht verschont.

Stimmen

»Ein Genuß, diesen Roman zu lesen.«

Sächsische Zeitung

»Nagib Machfus erzählt diese Geschichte realistisch-schlicht: Der Gegenstand lag brach, es bedurfte keiner erzähltechnischen Verrenkungen. Der Roman trifft ins Schwarze.«

Badische Zeitung

»Reich die Zusammenhänge der religiös-sozialen Lebensabläufe, tief die einfließende Psychologie, modern der trotzig aufbegehrende innere Monolog, lebendig Licht und Schatten.«

Die Presse

»Es ist wohl unnötig zu erwähnen, wie meisterhaft Machfus erzählt, wie er Farben, Düfte und Stimmungen herausbeschwört.«

Zürichsee-Zeitung

»Wer sich einmal in das 687seitige Epos hineingelesen hat, kommt wohl nicht mehr so schnell von den Schicksalen dieser Altkairoer Familie los.«

Der kleine Bund

»Das Buch durchzieht ein Hauch von 1001 Nacht und viel schwüle Erotik.«

Samstag

»Machfus ist nicht nur ein scharfsichtiger Beobachter großer gesellschaftlicher Prozesse. Er versteht es ebenso hervorragend, spannend und farbig zu erzählen.«

Berner Zeitung

»Ein schönes, böses Märchen aus dem alten Orient mit seinen befremdlichen Sitten, seinen unberechenbaren Despoten und seinen duldsamem Frauen.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Nirgends zuvor hat sich ein arabischer Autor mit soviel Selbstironie an Sentimentales gewagt, mit soviel Augenzwinkern und derber Komik sexuelle Lust und triebhafte Gier beschrieben.«

Berliner Zeitung

»Nagib Machfus schuf mit seinem Romanzyklus ein Werk, das zum Vorbild für alle Romanciers der arabischen Welt wurde, und zweifellos wird die Kairo-Trilogie auch noch lange das Modell des modernen arabischen Romans schlechthin bleiben.«

Süddeutsche Zeitung

»Als Roman einer Familie im Kairo des frühen 20. Jahrhunderts muss ›Zwischen den Palästen‹ den Vergleich mit den ›Buddenbrooks‹ nicht scheuen.«

Emanuel la Roche, Tages-Anzeiger

»Diese große Familiengeschichte bietet nicht nur eine überaus fesselnde Lektüre, sie gibt auch detaillierte Einblicke in islamische Lebensart, in ein Denken und ein Wertsystem, das uns in vielem radikal fremd und ungewohnt ist.«

Brückenbauer

»Es gehört zu Machfus’ Kunst, dass er Distanz zu seinen Figuren hält und sie doch dem Leser nahebringt, dass er ihren Alltag und ihre Umgebung farbig beschreibt, ohne in exotischen oder orientalischen Mode-Firlefanz zu verfallen.«

Kölner Stadtanzeiger
 

Dies ist ein Liebling aus 40 Jahren

Jürg Acklin
Schriftsteller und Psychoanalytiker
Weil... mir durch die genaue und liebevolle Schilderung der Menschen in den Gassen von Kairo eine fremde Welt ganz vertraut wurde. Seit mein Roman »Der Vater« ins Arabische übersetzt worden ist, hat das gegenseitige Verstehen eine ganz besondere Bedeutung für mich bekommen.
Dani Landolf
Geschäftsführer SBVV
Weil... Machfus mein erster arabischer Autor war, den ich gelesen habe; und mir dieses Buch die Tür in eine neue (literarische) Welt geöffnet hat.

Nachrichten

Autoren-Seiten

Andere Werke von Nagib Machfus

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Über den Aufbruch der ägyptischen Jugend
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»Mit einer unerschöpflichen, augenzwinkernden Fabulierkunst mischt Machfus Fantastisches mit Profanem.« Regina Karachouli, Sächsische Zeitung
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»Packende Dialoge, ein fundierter Einblick in die ägyptische Gesellschaft und eine Innenschau in die Seelenlage der Menschen, deren Ideale und Schwächen.« Special to Review
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»Träume sind eine Realität, in der die Grenzen des Alltäglichen nicht mehr existieren.« Nagib Machfus
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Die schöne Kurtisane Radubis, von der schon Herodot berichtete, wird in Nagib Machfus’ Roman zur zentralen Figur in einem groß angelegten Panorama des alten Ägypten.
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Eine vergangene Welt wird lebendig mit ihren Palästen und Tempeln, Priestern und Sklavinnen, Handwerkern und Beduinen.
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Eine abenteuerliche Reise zum Ende der Welt und eine Reise zum eigenen Selbst. Machfus nimmt sich die großen Reisenden aus der Blütezeit des Islam zum Vorbild für Ibn Fattumas Entdeckung ganz und gar heutiger Lebensentwürfe und Utopien.
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»Was geht dich das alles an? Warum sitzt du hier herum und hörst Dir Dinge an, die dich einen Dreck kümmern?«
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»Zwischen Himmel und Erde, zwischen Gold und Dornen gibt es zahlreiche Wege.« Nagib Machfus
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»Gewiss ist dieses Alterswerk auch als ein Credo des ägyptischen Nobelpreisträgers zu lesen, der als Achtzigjähriger bekannte, er spüre, dass die Grundlage seines Lebens auf Erden einzig die Liebe war.« Sächsische Zeitung
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»Mit der Weisheit des Alters und einer unerschlöpflichen, augenzwinkernden Fabulierkunst mischt Machfus Phantastisches mit Profanem.« Regina Karachouli, Sächsische Zeitung
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»Wer dieses Werk liest, wird mit Vergnügen und Dankbarkeit Erkenntnis finden - durch etwas, das als wunderlicher Anachronismus gilt: Weisheit. Machfus besitzt sie.« Nadine Gordimer
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»Als ich begann, Romane zu schreiben, hielt ich die europäische Form des Romans für unantastbar. Aber man wird älter und sieht die Dinge anders. Und man sucht nach einem eigenen Ton, ganz tief in sich selbst.« Nagib Machfus
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Der dritte Band der Kairo-Trilogie: »Reich die Zusammenhänge der religiös-sozialen Lebensabläufe, tief die einfließende Psychologie, modern der trotzig aufbegehrende innere Monolog, lebendig Licht und Schatten.« Die Presse, Wien
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»In seinem allegorischen Realismus stellt das Buch eine scharfe Anklage dar gegen die geistigen Verführer, die aufwiegeln, statt aufzuklären, und dann zu Verrätern werden.« Frankfurter Rundschau
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»Es ist nicht unbedingt die Norm, dass eine Rezensentin bei dem Werk eines Nobelpreisträgers zuerst die rechte und dann erst die linke Seite liest, weil sie es nicht aushalten kann vor Spannung.« Schweizer Bibliotheksdienst
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»Über kein anderes Buch ist so viel Tinte geflossen wie über diese Parabel, die jahrzehntelang Kontroversen und leidenschaftliche Debatten ausgelöst hat.« Süddeutsche Zeitung
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»Die sensibel geschilderten Protagonisten des Romans vermitteln mehr Erkenntnisse über den Zustand Ägyptens als Hunderte von Artikeln und Fernseh-Dokumentationen es je vermochten.« Süddeutsche Zeitung, Stuttgart
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»Die Gasse ist für mich das Symbol für die ganze Welt, und je nachdem, wie ich sie haben wollte, habe ich sie geformt.« Nagib Machfus

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»Die ganze Geschichte lag vor mir, und ich bin ihren Spuren gefolgt – wie eine unruhige Gazellenmutter, von deren Kindern sich am Boden nur noch schwache Spuren finden und die am Himmel als Sterne funkeln.« Miral al-Tahawi
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Der zweite Band der Kairo-Trilogie: »Nirgends zuvor hat sich ein arabischer Autor mit soviel Selbstironie an Sentimentales gewagt, mit soviel Augenzwinkern und derber Komik, Lust und Gier beschrieben.« Berliner Zeitung
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»In seinem allegorischen Realismus stellt das Buch eine scharfe Anklage dar gegen die geistigen Verführer, die aufwiegeln, statt aufzuklären, und dann zu Verrätern werden.« Frankfurter Rundschau
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»Es ist nicht unbedingt die Norm, dass eine Rezensentin bei dem Werk eines Nobelpreisträgers zuerst die rechte und dann erst die linke Seite liest, weil sie es nicht aushalten kann vor Spannung.« Schweizer Bibliotheksdienst
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»Über kein anderes Buch ist so viel Tinte geflossen wie über diese Parabel, die jahrzehntelang Kontroversen und leidenschaftliche Debatten ausgelöst hat.« Süddeutsche Zeitung
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»Die Gasse ist für mich das Symbol für die ganze Welt, und je nachdem, wie ich sie haben wollte, habe ich sie geformt.« Nagib Machfus

Bibliografie

Originaltitel: Baina l-Kasrain
Originalsprache: Arabisch
Erstauflage: 21.8.1992
Auflage: 2