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Türkische Bibliothek
 
Stimmen, Rezensionen, Dokumente




 Stimmen
 
»Die kulturübergreifende und kulturstiftende Bedeutung dieses Projekts kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Insgesamt werden dem Leser mehr als hundertfünfzig Autoren der türkischen Moderne präsentiert, alle Werke sind erstmals übertragen worden. Nicht zuletzt die Übersetzer haben eine Riesenarbeit geleistet für eine Edition, die als literarische Großtat gewertet werden muss.«
       Wolfgang Günter Lerch   Frankfurter Allgemeine Zeitung    12.11.2010

»Mit der ›Türkischen Bibliothek‹ ist dem Unionsverlag eine Editionsreihe gelungen, welche die türkische Literatur so präsentiert, dass man das Gefühl hat, sich auf eine lustvolle Entdeckungsreise ins unvertraut Vertraute literarischer Verfahren zu begeben und dabei eine fremde Kultur kennenzulernen. Da das Fremde immer im Auge des Betrachters liegt, erfährt man, indem man die Wahrnehmung der türkischen Autoren teilt, ein Stück Literatur lang ihre Welt als die eigene und die eigene durch den anderen Blickwinkel als verfremdete.«
       Barbara Frischmuth   Die Presse Wien   09.12.2006

»Wer die türkischen Originale kennt, wird sich in einigen Fällen nur schwer vorstellen können, die orientalische Wortgewalt in der bildarmen deutschen Sprache wiederzufinden. Doch die Herausforderung wird in den Übersetzungen elegant gemeistert. Die Bibliothek sprengt bereits nach sechs Bänden das sehr einseitige Türkeibild, das in den letzten Jahrzehnten vor allem durch die Gruppe der ›Gastarbeiter‹ geprägt wurde. Der Facettenreichtum der türkischen Gesellschaft wird durch die Bände nicht nur literarisch greifbar.«
       Özge und Ferda Ataman   Spiegel online    15.10.2006

»Wir tragen meistens ein Türkeibild mit satten osmanischen Farben im Kopf, ein Schleier aus Klischees und Halbwahrheiten, der den Blick auf das ganze Bild verdeckt. Dieses Bild zu verändern ist ein Ziel der ›Türkischen Bibliothek‹. Die 35 Erzählungen aus allen Landstrichen der Türkei bringen uns richtig auf den Schlingerkurs zwischen Moderne und Tradition – die türkische Gegenwart scheint kompliziert und abenteuerlich. Es sind meist noch nicht so bekannte Autorinnen und Autoren, die hier in kurzen Streifzügen durch Stadt- und Sofalandschaften ziehen, durchs innere und äußere Anatolien, durch die Welt der moralischen Fassaden und ihrer offenen Risse.«
       Martin Zähringer   Fluter.de Bonn   13.10.2006

»Ein großes, ein großartiges Vorhaben zur rechten Zeit«
       Ludwig Ammann   Badische Zeitung Freiburg   20.01.2006

»An Ehrgeiz mangelt es den Schweizern selten: Die vom Unionsverlag in Zürich im vergangenen Jahr mit viel Engagement eingeleitete "Türkische Bibliothek" ist ein ambitioniertes literarisches Großprojekt für den deutschsprachigen Raum und zugleich das erste in seiner Art, soweit es die türkische Literatur betrifft. Die ersten drei Bände der Reihe sind schon in deutscher Übertragung erschienen, insgesamt werden es jedoch zwanzig sein. Das macht deutlich, daß die bis vor einigen Jahren eher ein Mauerblümchendasein führende Literatur der Türken mehr und mehr Beachtung auch außerhalb des Landes findet, erst recht, seitdem Autoren wie Yasar Kemal und Orhan Pamuk international ausgezeichnet wurden und in der Heimat selbst wie im Ausland fast schon zu modernen Klassikern geworden sind. Mit ihren Werken gelang der ganzen Nationalliteratur der Durchbruch.«
       Wolfgang Günter Lerch   Frankfurter Allgemeine Zeitung    01.02.2006

»Die ›Türkische Bibliothek‹ ist beispielhaft ausgestattet. Jeder Band ist mit einem ausführlichen, kenntnisreichen Nachwort versehen. Im Internet sind zusätzliche Informationen über den jeweiligen Autor und die Rezeption des Werkes bereitgestellt. Und sogar Materialien für den Unterricht sollen bald erscheinen. Bravo, die bisherigen Veröffentlichungen machen Lust auf mehr.«
       Christoph Burgmer   Deutschlandfunk Köln   15.12.2005

»Die ersten drei Bände sind eine Einstiegsdroge; alle miteinander sind so gut übersetzt, wie man sich dies seit Jahrzehnten wünscht. Wer übersetzt, kennt die Tücken des Transferierens von einer Sichtweise in die andere, weiß, welch enormer Konzentration es bedarf, um den deutschsprachigen LeserInnen etwas zu bieten, das sie reizt, kennt die Sisyphos-Mühen, die erforderlich sind, um die Schranken in den Köpfen, um Berührungsängste zwischen türkischer Literatur und dem Leseverhalten des Publikums hierzulande abzubauen.«
       Monika Carbe   MelezArt Duisburg   01.12.2005

»Es soll kein Kanon werden, keine Pflichtlektüre, sondern eine vergnügliche, zuweilen lustvolle Kür. Den Spagat zwischen Gelehrsamkeit und Genuss zu wagen, ist ein riskantes Unterfangen, schaut man sich jedoch die Auswahl genauer an, wird deutlich, dass zum einen das Informationsbedürfnis Interessierter gestillt, zum anderen das Interesse von Lesern geweckt werden soll, die bisher nur wenige Werke der türkischen Literatur, z. B. Romane von Yaar Kemal, Orhan Pamuk oder Nedim Gürsel kennen.«
       Monika Carbe   Neue Zürcher Zeitung    26.11.2005        Online einsehen

»Die Türkische Bibliothek bietet beste Starthilfe, dieses ferne und doch so nahe Land authentisch kennen zu lernen. Eine willkommene Versuchung, eurozentristischen Lesegewohnheiten untreu zu werden.«
       Regina Karachouli   Sächsische Zeitung    05.11.2005

»Die Reihe macht uns mit der Seele der Menschen eines Landes bekannt, über dessen kulturelle Nähe oder Ferne sich die Europäer im Zuge der EU-Kandidatur momentan den Kopf zerbrechen.«
       Gülcin Wilhelm   Das Parlament Berlin   17.10.2005

»Die beste Art, ein Land kennen zu lernen, ist seine Literatur zu lesen. Was aber tun, wenn diese Literatur nie übersetzt wird? Zahlreiche türkische AutorInnen warten noch auf ihren Beitritt zum deutschen Buchmarkt. Nun ist es endlich soweit! Endlich wird türkische Literatur im großen Umfang übersetzt und präsentiert. Bravo! Und jetzt: Ran an die Bücher!«
       Karin E. Yeşilada   Funkhaus Europa    21.09.2005        Online einsehen

»Türkische Literatur - darunter hat man hier zu Lande lange nur Yasar Kemal verstanden und nochmal Yasar Kemal und seit drei, vier Jahren auch Orhan Pamuk. So gesehen ist es kein Zufall, dass 1997 erst der eine mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels gewürdigt wurde und dieses Jahr nun der andere dran ist. Dabei lässt sich jenseits von Kemal und Pamuk viel entdecken, nämlich eine breite, vielfältige, wild wuchernde und experimentierfreudige Literatur, die auf ihre Weise ein Schlüssel zum Verständnis der Türkei im Aufbruch sein kann, eines Landes, das um seine Identität ringt, einer Gesellschaft, die auf verwirrende Weise modern und zugleich archaisch ist.
Ein bisschen Spannung samt aktueller Politik, ein bisschen orientalische Frauenfrage, die läuft immer - die Türkische Bibliothek startet so mitreißend wie kalkuliert. Der Blick auf die Liste der weiteren Bände macht neugierig: In Zehnjahresschritten, so erläutert der Freiburger Turkologe Jens Peter Laut, der mit seiner Kollegin Erika Glassen die Herausgeberschaft übernommen hat, arbeitet sich die Türkische Bibliothek durch die Literaturgeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts.«
       Sibylle Thelen   Stuttgarter Zeitung    26.08.2005        Online einsehen

»Die Bände sind vorbildlich editiert, mit Glossar, Nachwort und Informationen auf einer hervorragenden Internetseite. Der unbedingte Aufklärungswille des Projektes ist zu erkennen. Aber die Voraussetzungen, einfach tragische Liebesgeschichten, fesselnde Familienromane oder spannende Krimis zu entdecken, sind gegeben.«
       Iris Alanyali   Die Welt Berlin   16.11.2005        Online einsehen

»Die einen sind für den EU-Beitritt der Türkei. Die anderen dagegen. Fakt ist: die meisten von uns wissen wenig über das Land am Bosporus. Erst recht dürftig - abgesehen vielleicht von den Werken Yasar Kemals und Orhan Pamuks - wird wohl bei uns das Wissen über türkische Literatur ausfallen. Dem kann jetzt abgeholfen werden.«
          www.pickings.de    13.09.2005

»Die Auswahl liefert einen guten Überblick von den geistigen Prozessen, die die neue Türkei geformt und deren Menschen bewegt haben und weiterhin noch bewegen. Wer also möchte, kann künftighin sein Wissen über das ihm vielleicht bis dato unbekannte oder verschleierte Wesen Türkei auf fesselnde Weise auffrischen und seinen vielleicht bislang düstren Blick auf das Land am Bosporus erhellen lassen.«
       Claus Stille   Istanbul Post    05.09.2005        Online einsehen

»Mit geologischen, historischen, wirtschaftlichen und religiösen Argumenten, mit Hinweisen auf Folter und Verletzung von Menschenrechten wird gegen die Aufnahme der Türkei in die Europäische Union argumentiert. Nur von ihrer Kultur ist kaum die Rede. Das will die Türkische Bibliothek ändern.«
       Jörg Plath   Tagesanzeiger Zürich   14.09.2005

 Internet Links

Jens Peter Laut im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur (Audio)
     http://www.dradio.de/aodflash/player.php?station=3&broadcast=348876&datum=20050831&playtime=1125508063&fileid=11d95baf&sendung=348876&beitrag=413494&/

Ein literarischer Königsweg (NZZ)
     http://www.nzz.ch/2005/11/26/fe/articleD9VHQ.print.html

»Die Türkische Bibliothek will kein Kanon sein« (Interview)
     http://jungle-world.com/seiten/2005/35/6203.php

Nicht Kanon, sondern Öffnung
     http://www.goethe.de/kug/mui/buv/de925827.htm

A Collection of Works on Modern Turkey
     http://www.goethe.de/kug/mui/buv/thm/en925827.htm
 


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