Raja Alem, geboren 1970 in Mekka, studierte Englische Literatur in Dschidda, Saudi-Arabien, und hat Romane, Theaterstücke sowie Kurzgeschichten publiziert. Sie hat für ihr Werk zahlreiche Preise erhalten, darunter den renommierten International Prize for Arabic Fiction (Arabic Booker) für den Roman Das Halsband der Tauben. 2014 wurde sie mit dem LiBeraturpreis ausgezeichnet. Raja Alem lebt in Dschidda und Paris.

Ausführliche Biografie

Raja Alem wurde 1970 in Mekka, Saudi-Arabien, geboren und stammt aus einer alten Mekkaner Familie. Sie studierte Anglistik an der King-Abdulaziz-Universität in Dschidda und veröffentlichte zunächst im Feuilleton der Zeitung Riyadh. Ihr erster Roman Tariq al-Harir (Die Seidenstraße) erschien 1995. Neun weitere Romane, fünf Theaterstücke, eine Biografie, mehrere Kurzgeschichten und Erzählungen für Kinder folgten.

Raja Alem erhielt zahlreiche Preise, darunter den Ibn-Tufail-Preis des Spanisch-Arabischen Kulturzentrums in Madrid (1991), den Arabic Women’s Creative Writing Prize der UNESCO (2005) und den Preis des Libanesischen Literaturvereins in Paris (2008). Der Roman Das Halsband der Tauben wurde 2011 mit dem renommierten International Prize for Arabic Fiction ausgezeichnet. 2011 präsentierte sie mit ihrer Schwester Shadia Alem die Installation »Black Arch« im saudischen Pavillon bei der 54. Biennale von Venedig.

Raja Alem ist Mitglied der Al-Mansouria-Stiftung für Kunst und Kultur und Mitglied des Internationalen PEN-Clubs. Ihre Werke wurden unter anderem ins Französische, Englische, Spanische, Italienische und Polnische übersetzt. Sie lebt in Dschidda und Paris.

Stimmen

»Auf kluge Weise, atmosphärisch dicht und überwältigend erzählt, wird die Schwäche der arabischen Männerkultur und ihrer rabiaten Verbannung des weiblichen Körpers aus der Öffentlichkeit, kritisiert. Raja Alem zeigt, dass in der saudischen Gesellschaft Sexualität allgegenwärtig ist. Sie schildert junge Kerle, die schicke Modegeschäfte plündern, um in den Besitz nackter Schaufensterpuppen zu kommen. Ein Jugendlicher, der beim Moscheegebet einen Blick auf das Handgelenk einer Frau hinter einem Vorhang wirft, denkt sich die wildesten sexuellen Ausschweifungen mit ihr aus. Alle Männer üben sich darin, verhüllte Frauenkörper zu unterscheiden.«

Jürgen Springer, Christ in der Gegenwart, Freiburg

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Mekka: Eine Welt, die in der Literatur noch nie offengelegt wurde

Ausgezeichnet mit dem LiBeraturpreis 2014!